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Letzte Aktualisierung: 26.02.2020

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Autokennzeichen wird zum Parkticket

Parkhaus-Betriebsgesellschaft startet digitales Pilotprojekt in der Frankfurter Innenstadt

von Ilse Romahn

(12.02.2020) Die Parkhaus-Betriebsgesellschaft PBG setzt ab Montag, 17. Februar, im Parkhaus „Am Gericht“ die Kfz-Kennzeichenerkennung als digitales Parkticket ein.

Das neue System besteht aus Kameras an den Ein- und Ausfahrschranken, über die die Autokennzeichen an den Schranken erkannt und für den Zeitraum des Parkens verschlüsselt verarbeitet werden. Am Kassenautomaten tippt der Kunde künftig sein Kfz-Kennzeichen ein und bezahlt wie gewohnt.

PBG-Geschäftsführer Michael Bachmann verspricht sich von diesem Pilotprojekt „für den Kunden mehr Komfort, vor allem beim schnelleren Ausfahren“, da nach dem Bezahlen das Prozedere mit den bisher üblichen Papiertickets an der Ausfahrtschranke entfalle. „Auch teure Pauschalen bei Verlust des Parktickets oder auch Parkzeit-Betrugsversuche werden durch die digitale Erfassung und damit durch eine genaue Nachvollziehbarkeit verhindert“, sagt der Geschäftsführer.

Eingesetzt wird dabei die Technik des Anbieters Hermann Automation aus Mengerskirchen, dessen Parkierungssysteme die PBG bereits seit Jahren nutzt. „Das Lesen der Kennzeichen über das neue Kamerasystem funktioniert grundsätzlich umfänglich und ist kaum störanfällig“, resümiert Bachmann. Und sollte das Kennzeichen doch einmal nicht erkannt werden, weil es beispielsweise von Matsch oder Schnee bedeckt ist, erhalten die Kunden an der Einfahrt ein Parkticket, welches sie wie bisher gewohnt verwenden.

Besonders sensibel bei der Kennzeichenerkennung ist der Umgang mit personenbezogenen Daten. Deshalb wurden die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen aus der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geprüft und deren Vorgaben entsprechend umgesetzt. „Die Kennzeichen der Parkenden werden nur für die Parkdauer und verschlüsselt im Parkierungssystem gespeichert und sofort nach der Ausfahrt wieder gelöscht. Selbstverständlich werden die Parkenden vor der Einfahrt darauf hingewiesen, dass ihre Autokennzeichen erfasst und verarbeitet werden“, versichert Bachmann. Es obliege damit den Parkenden, ob sie einfahren wollen oder nicht. Zur Einhaltung der DSGVO unterliegt die PBG der Aufsicht der Datenschutzbehörde des Landes Hessen.

Die Parkhaus-Betriebsgesellschaft PBG ist größter Parkraumbetreiber in Frankfurt am Main und bewirtschaftet 32 große Parkhäuser mit circa 18.000 Stellplätzen im Stadtgebiet, die jährlich von fast sieben Millionen Kurzparkern und rund 10.000 Dauerparkern genutzt werden. Des Weiteren bewirtschaftet die PBG im Auftrag der Stadt Frankfurt die etwa 320 Parkscheinautomaten im Stadtgebiet. Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der ABG Frankfurt Holding. (ffm)