Auto frühlingsreif machen
Foto: Pixabay / Hannes Edinger
Der Frühjahrsputz fürs Auto
Der Winter hinterlässt seine Spuren am Auto, weshalb die Salz- und Dreckkruste zu Frühlingsbeginn unbedingt von den Fahrzeugen abgewaschen werden sollte. Beim Frühjahrsputz des Wagens ist eine Vorwäsche empfehlenswert. Hierbei kommt es nicht darauf an, ob diese maschinell oder manuell erfolgt, da beide Verfahren helfen, dass hartnäckige Verschmutzung eingeweicht werden und die Schmutzpartikel beim Waschgang keine Kratzer im Lack hinterlassen. An dieser Stelle kann man zudem gut die Tür- und Fensterdichtungen überprüfen und mit einem Pflegemittel behandeln.
Ein zusätzlicher Schutz des Fahrzeugs bietet die Konservierung des Lacks nach der Reinigung. Vor allem im Frühling kann man auf diese Weise Sonnenschäden und solche durch klebrige Blütenpollen vorbeugen. Hier gibt es verschiedene Preisklassen und Wirkungslängen. Ein einfaches Extraprogramm in der Waschanlage schützt ungefähr einen Monat. Eine Versiegelung mit Hartwachs hält zwischen drei und sechs Monate an, und die Profiversiegelung eines Fahrzeugaufbereiters kann bis zu einem Jahr vorbeugen.
Nach der Reinigung werden mögliche Schäden besser erkennbar, weshalb der nächste Schritt zur Frühlingsvorbereitung der Rundum-Check des Fahrzeugs sein sollte.
Ist alles noch funktionstüchtig?
Um die Fahrsicherheit des Wagens zu gewährleisten, sollten in regelmäßigen Abständen Kontrollen durchgeführt werden. So sind beispielsweise die Scheibenwischer nach einem harten Wintereinsatz häufig porös sowie rissig und müssen ausgetauscht werden, um weiterhin Durchblick zu ermöglichen. An dieser Stelle kann man zudem überprüfen, ob der Stempel an der Feinstaubplakette noch gut lesbar ist, um ein Bußgeld zu vermeiden.
Nach den kalten Monaten empfiehlt sich auch ein technischer Check des Wagens. Eine Kontrolle des Motoröls, Kühlwassers und der Scheibenwaschanlage sollte ebenso durchgeführt werden wie ein Test der Beleuchtung des Fahrzeugs. Im Frühling bietet es sich an, das Frostschutzmittel gegen einen Scheibenreiniger-Zusatz zu tauschen. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass manche Produkte sich nicht mit dem Frostschutzmittel mischen lassen.
Nicht nur für Allergiker ein Muss
Fast jedes neu zugelassene Auto besitzt mittlerweile eine Klimaanlage und das aus gutem Grund. Bei hohen Temperaturen kann man den Wagen auf eine angenehme Temperatur runterkühlen, und im Winter wärmt sie das Auto und sorgt für eis- und beschlagfreie Scheiben. Zusätzlich filtert ein Aktivkohlefilter bis zu 100 % aller Pollen sowie Feinstaub und Ozon, was nicht nur Allergikern entgegenkommt.
Um die Funktionstüchtigkeit der Klimaanlage zu gewährleisten, muss der Innenraumfilter regelmäßig gewechselt werden. Dies lässt man idealerweise in einer Fachwerkstatt durchführen. Experten empfehlen einen Filterwechsel ab 15.000 Kilometern oder nach einem Jahr. Ein Austausch im Frühjahr bietet sich besonders an, da die nasskalte Jahreszeit nicht selten Bakterien- und Schimmelpilz-Befall im Filter zur Folge hat.
Der Osterhase bringt die Sommerreifen
Wer keine Ganzjahresreifen verwendet, muss im Frühjahr den Reifenwechseln einplanen. Wenn die Temperaturen dauerhaft über sieben Grad Celsius liegen, sollte der Wechsel zu den Sommerreifen vorgenommen werden. Traditionell findet dieser Werkstattbesuch zur Osterzeit statt. Die Radschrauben müssen etwa 100 bis 200 Kilometern nach dem Radwechsel nachgezogen werden. Beim Wechsel bietet es sich an, einen Profil-Check durchzuführen, um die Fahrsicherheit hochzuhalten. Vorgeschrieben sind 1,6 Millimeter Mindestprofiltiefe. Dies lässt sich mithilfe einer Ein-Euro-Münze gut überprüfen. Verschwindet der Goldrand der Münze im Profil, ist es ausreichend. Wenn ein Kauf neuer Reifen ansteht, empfiehlt der ADAC bei gebrauchten Modellen, dass diese nicht älter als drei Jahre sind.
Nach dem Reifenwechsel ist die Aufbewahrung der Winterreifen zu klären. Der Ort dafür sollte sauber, trocken, dunkel und kühl sein. Bei Leichtmetallrädern sollte ein spezieller Felgenreiniger verwendet werden.
Abschließend gilt es, den Reifendruck zu überprüfen. Ein zu niedriger Reifendruck beeinflusst das Fahrverhalten und die Sicherheit, vor allem in Kurven. Der genaue Fülldruck lässt sich oft in der Fahrertür oder im Tankdeckel des Fahrzeugs ablesen. Falls das Fahrzeug ein Reifendruckkontrollsystem hat, muss die erste Kontrolle nach dem Reifenwechsel durch eine Fachwerkstatt durchgeführt werden. Nicht zu vergessen ist die Kontrolle des Reserverads.
Das Frühjahr ist im Übrigen auch die Zeit des Kaufs und Verkaufs von Fahrzeugen. Da muss das Auto nicht nur frühlingsfit sein, sondern es müssen noch mehr Punkte bedacht werden. Die Profis von Buchbinder Auktion, Spezialist für Gebrauchtwagenauktionen für Händler, haben zusammengefasst, worauf es beim Gebrauchtwagenkauf ankommt.
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