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Auszeichnung für Kinder und Jugendliche aus Hessen beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

5.600 Kinder und Jugendliche haben mit 1.651 Beiträgen am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teilgenommen. Das diesjährige Ausschreibungsthema: „Mehr als ein Dach über dem Kopf. Wohnen hat Geschichte”.
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Körber-Stiftung
Foto: Körber-Stiftung

Für den Wettbewerb, den Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier anlässlich des 50-jährigen Jubiläums als „Glücksfall für unsere Demokratie” bezeichnete, haben Schülerinnen und Schüler bundesweit zu einer Vielzahl von Themen in unterschiedlichen Epochen der Geschichte geforscht.

In Hessen wurden 106 Beiträge von 435 Teilnehmenden eingereicht. Neben den 17 Landes- und 17 Förderpreisen, die nach Hessen gehen, darf sich das Landgraf-Ludwigs-Gymnasium aus Gießen über die Auszeichnung landesbeste Schule freuen. Der Gruppenpreis geht an 28 Schüler aus Kassel, die sich mit dem Leben der Kelten am Hohen Dörnberg beschäftigt haben.

Zwei Förderschulen unter den Preisträgern
Die Beiträge aus Hessen behandelten eine Vielzahl von Themen, unter anderem Obdachlosigkeit in Marburg, Stadtplanung im Nationalsozialismus, Enteignungen von Jüdinnen und Juden und Vertreibungen aus den eigenen Wohnungen während der NS-Zeit sowie familiäre Wohngeschichten.

Zwei Schülerinnen aus Königstein befassten sich beispielsweise mit der architektonischen Neuheit „Frankfurter Küche“ und zeigen mit einem Videobeitrag, wie diese veränderte Bauweise zur gesellschaftlichen Emanzipation der Frau in der Weimarer Republik beitrug.

Bemerkenswert ist auch, dass drei Förderschulen aus Hessen am Wettbewerb teilgenommen haben. Eine 8. Klasse der Antonius von Padua Schule in Fulda hat mit einem Beitrag über das Wohnen von Menschen mit Behinderung einen Landessieg erzielt. Die Schüler führten Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und fassten ihre Ergebnisse als Film zusammen. Auch die Mosaikschule aus Marburg darf sich freuen. Die Arbeit einer 8. Klasse zur Schulgeschichte wird mit einem Förderpreis ausgezeichnet. 

Anteil der jüngeren Schülerinnen und Schüler verdoppelt sich bundesweit
Neben schriftlichen Beiträgen reichten die Teilnehmenden in diesem Jahr wieder viele kreative Arbeiten und digitale Beiträge wie Filme und Podcasts ein. Einige Gruppen erarbeiteten Ausstellungen, die sogar in lokalen Museen gezeigt wurden. Über die Hälfte aller Beiträge sind Gruppenarbeiten. Knapp 50 Prozent der jungen Forscherinnen und Forscher nutzten die Möglichkeit der Archivrecherche oder führten Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Der Anteil der Beiträge von jungen Schülerinnen und Schülern bis Klasse 6 verdoppelte sich im Vergleich zur letzten Wettbewerbsrunde.

Auszeichnung der besten Beiträge auf Landesebene
Am 10. Juli werden die Preisträgerinnen und -träger im Rahmen der feierlichen Landespreisverleihung im Hessischen Landtag in Wiesbaden ausgezeichnet. Die 250 Landessieger bundesweit haben zudem die Chance, auch einen von 50 Bundespreisen zu erringen. Am 14. November 2023 wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die fünf Erstpreisträger auf Bundesebene in Schloss Bellevue in Berlin ehren. 

50 Jahre Geschichtswettbewerb 
1973 gründeten Bundespräsident Gustav Heinemann und der Stifter Kurt A. Körber den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Mit bislang mehr als 156.200 Teilnehmenden und rund 36.500 Projekten ist er der größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland.

Mehr Informationen: www.50-jahre-spurensuche.de und www.geschichtswettbewerb.de.

koerber-stiftung.de