MTK-News

„Erinnerungsstücke“ im Kelkheimer Kunstkaufhaus

Unter dem Titel „Erinnerungsstücke“ präsentieren die beiden Künstlerinnen ab dem 12. Juni 2026 im Kelkheimer Kunstkaufhaus eine gemeinschaftliche Ausstellung, die sich auf sehr persönliche Weise mit Erinnerung, Vergangenheit und Identität auseinandersetzt.

Im Mittelpunkt stehen Arbeiten, die aus Alltagsobjekten vergangener Zeiten sowie aus alten Familienfotografien entstehen. Dabei treffen Glasgestaltung und Malerei aufeinander und eröffnen unterschiedliche künstlerische Zugänge zum Thema Erinnerung.

Anja Gilles verwandelt scheinbar unscheinbare Gegenstände wie Spitzendeckchen,  Poesiealben, Porzellanscherben oder einen DDR-Brotkorb in poetische Erinnerungsräume. Unter Glas bewahrt oder in neue Zusammenhänge gebracht, werden die Objekte zu stillen Zeitzeugen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Arbeiten bewegen sich zwischen Bewahren und Verwandeln und machen sichtbar, wie eng Erinnerungen mit Dingen, Materialien und vertrauten Formen verbunden sind.

Silke Offermann widmet sich in ihrer Malerei alten Familienfotografien aus dem eigenen Umfeld. Die ursprünglich privaten Dokumente werden in einem freien, expressiven und teilweise reduzierten malerischen Prozess neu interpretiert. Die Malerei löst sich bewusst von der fotografischen Vorlage: Figuren erscheinen fragmentarisch, Konturen verschwimmen, Leerstellen entstehen. Gerade in diesen Brüchen thematisieren die Bilder Verlust, Vergänglichkeit und die Fragilität menschlicher Erinnerung.

Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, innezuhalten und sich auf eine leise Zeitreise einzulassen. Sie zeigt, dass Erinnerungen oft an einfachen Dingen haften – an Objekten, Bildern und Fragmenten, die weit über ihre ursprüngliche Funktion hinaus Geschichten bewahren.

Die Vernissage findet am 12. Juni 2026 um 19 Uhr im Kelkheimer Kunstkaufhaus, Hauptstraße 4, 65779 Kelkheim statt.
Die Eröffnung übernimmt Julia Ostrowicki, Stadtverordnetenvorsteherin der Stadt Kelkheim. Eine Einführung gibt der Historiker und Stadtarchivar Julian Wirth. Musikalisch begleitet wird der Abend von Jürgen Nuffer, der mit Stimme und Gitarre Vergangenheit und Gegenwart verbindet.

Ausstellungsdauer: 12. Juni bis 20. Juni 2026, Do + Fr 15–18 Uhr, Sa 10–13 Uhr, zusätzlich geöffnet am Sonntag, 14. Juni, von 14–17 Uhr.