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Ausstellung `Der Zauberlehrling` im Struwwelpeter-Museum

Eröffnung am Freitag, 23. Februar 2024, 18.00 Uhr mit einem Gespräch zwischen Sabine Wilharm, Verlegerin Anna Kindermann und Museumsleiterin Beate Zekorn-von Bebenburg.
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Hexenmeister fliegend Nachweis
Foto: Kindermann Verlag

„Die ich rief, die Geister, werd’ ich nun nicht los ...“ Wer kennt sie nicht, die Verse aus Goethes „Der Zauberlehrling“. Sabine Wilharm, eine der renommiertesten deutschen Illustratorinnen, hat zur klassischen Ballade eine fantastisch-magische Bilderwelt geschaffen. Die Ausstellung zeigt die Originale zu dem Bilderbuch, das im Kindermann Verlag in der Reihe „Poesie für Kinder“ erschienen ist. Sabine Wilharm wurde bekannt durch die Einbandgestaltung der deutschsprachigen Harry-Potter-Ausgaben. Natürlich sind die Bücher zum Zauberlehrling Harry ebenfalls in der Ausstellung zu sehen. Für Kinder gibt es in der Ausstellung ein Riesenpuzzle und ein geheimnisvolles Zauberbuch für eigene Zaubersprüche.

Sabine Wilharm, die als freie Kinder- und Jugendbuchillustratorin arbeitet, studierte Illustration an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg. Neben Buchillustrationen fertigt sie Karikaturen und Bildgeschichten für Magazine wie „Der Spiegel“ und „Stern“ an. Für den Kindermann Verlag illustrierte sie auch Goethes „Der Erlkönig“.

Goethes Zauberlehrling
„Walle, walle, manche Strecke“ – Die Ballade „Der Zauberlehrling“ entstand 1797 und erschien in Friedrich Schillers Musenalmanach für das Jahr 1798. Die Geschichte vom Lehrling, der sich überschätzt und mit seinem Handeln eine Katastrophe heraufbeschwört, wird als Goethes Kommentar zur Französischen Revolution gedeutet. Allgemein gilt der Zauberlehrling als Sinnbild für den Menschen, der mit seinem unbedachten Tun nicht mehr beherrschbare Folgen heraufbeschwört.

Generationen von Schulkinder lernten die Ballade auswendig, wahrscheinlich schon der 1809 geborene Heinrich Hoffmann in seiner Schulzeit. Sein Leben lang verehrte der Arzt seinen Frankfurter Landsmann. Goethe war das große Vorbild für ihn als Dichter oder „Gelegenheitsversemacher“, wie Hoffmann sich selbst in seinen Lebenserinnerungen bezeichnete. So ist in der Ausstellung auch Hoffmanns eigenes Exemplar mit Goethes „Zauberlehrling“ zu sehen.

Mit Heinrich Hoffmanns „Struwwelpeter“ begann 1844/45 das erzählende Bilderbuch. Die Ausstellung schlägt die Brücke zum Bilderbuch der Gegenwart. Sie zeigt, wie aktuell Klassiker wie Goethes „Zauberlehrling“ bis heute sind.

Einen Bezug zu Goethe hat übrigens das Haus zum Esslinger, in dessen Rekonstruktion das Museum untergebracht ist. Hier war der sechsjährige Goethe im Jahr 1755 mit seiner Schwester Cornelia bei Tante Melber einquartiert, als das elterliche Haus am Großen Hirschgraben umgebaut wurde. In Dichtung und Wahrheit erinnert sich Goethe an das bunte Treiben auf dem Hühnermarkt.

Begleitprogramm zur Ausstellung
Donnerstag, 04.04.2024, 15:00 und Freitag, 12.04.2024, 15:00: Alles verzaubert! Familienprogramm (5-10 Jahre)

Goethe zu Gast! Wir entdecken die Ausstellung mit den wunderschönen Original-Illustrationen von Sabine Wilharm zur Ballade „Der Zauberlehrling“, erfinden Zaubersprüche und basteln Geisterchen. Dauer: ca. 1 Stunde; Kosten: Eintritt + 2,00 €; bitte anmelden!

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 11.00 bis 18.00 Uhr
Eintrittspreise Museum: € 7,00 / € 3,50 / Freier Eintritt für Kinder unter 6 Jahre

Stuwwelpeter-Museum, Hinter dem Lämmchen 2-4, 60311 Frankfurt am Main  www.struwwelpeter-museum.de www.fwg-net.de