Aufsichtsrat der Kliniken Frankfurt-Main-Taunus stimmt dem Jahresabschluss 2017 zu
Das operative Jahresergebnis des Verbundes, das von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer bestätigt und bereits im April von der Geschäftsführung vorgestellt wurde, liegt bei minus 5,6 Millionen Euro über alle Standorte. „Auch wenn das Ergebnis 2017 insgesamt unerwartet und nicht zufriedenstellend ist, so freut es mich, dass jetzt Bewegung in die neue Gesellschaftsstruktur gekommen ist. Wir beobachten im neuen Geschäftsjahr ein Aufeinanderzugehen, das nötig ist, um auf wirtschaftlicher aber auch auf medizinischer Ebene als Verbund Stärke zu beweisen. Das stimmt mich zuversichtlich für unsere Zukunft“, erklärt der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Harald Schmidt.
Die Kliniken des Main-Taunus-Kreises schließen das Geschäftsjahr 2017 mit einem Defizit von 6,3 Millionen Euro ab. Das Ergebnis beinhaltet Sondereffekte zur Risikoabdeckung in Höhe von insgesamt 3,1 Millionen Euro, die vom Wirtschaftsprüfer als notwendig erachtet wurden. Das bestätigte operative Ergebnis beträgt minus 3,2 Millionen Euro und resultiert im Wesentlichen - wie bereits im Frühjahr von der Geschäftsführung dargestellt – aus höheren Aufwendungen im Bereich Personal und geringeren Erlösen in den Bereichen Psychiatrie und Psychosomatik.
Das Klinikum Frankfurt Höchst schließt das Geschäftsjahr 2017 mit einem Defizit von 2,4 Millionen Euro ab und verringert damit das Defizit gegenüber dem Vorjahresergebnis um 1,9 Millionen Euro. Ursächlich für das bessere Jahresergebnis sind ein gegenüber der Planung höherer Landesbasisfallwert sowie geringere Personalkosten. „Beim Start der Verbundgesellschaft im Jahr 2016 war gemäß Wirtschaftsplan für das Klinikum Frankfurt Höchst noch ein Defizit in zweistelliger Millionenhöhe prognostiziert worden“, betonte Aufsichtsratsvorsitzender Harald Schmidt. „Wir befinden uns also auf einem sehr erfreulichen Weg der Konsolidierung.“
„Mein Blick ist in die Zukunft gerichtet: Wir sind in Projekten und Konzepten der Zusammenarbeit auf einem guten gemeinsamen Weg, der sich positiv auf die wirtschaftliche Lage des Verbundes auswirken wird, davon bin ich überzeugt“, betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Martin Menger. Erste vielversprechende Synergieeffekte seien auf den Weg gebracht. So werde die Servicegesellschaft der Kliniken des Main-Taunus-Kreises mit Eröffnung des Neubaus in Höchst auch dort die Speisenversorgung der Patienten übernehmen. Geplant sei außerdem eine gemeinsame Lagerlogistik für alle drei Klinikstandorte über einen gemeinsamen Dienstleister. Die standortübergreifende Zentralsterilisation werde mit Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts in Höchst am Klinikum in Frankfurt etabliert. Die dazu erforderlichen Anpassungen in der Planung des zweiten Abschnitts seien bereits in Auftrag gegeben, teilte Menger mit.
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