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Letzte Aktualisierung: 27.05.2020

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Auf den Spuren der Ragginer Bauernärzte

von Ilse Romahn

(13.05.2020) Wermut, Baldrian, Beifuß oder Johanneskraut – die Heilkraft der Pflanzen macht sich das Lüsnertal schon seit Jahrhunderten zunutze. Die Ragginer Bauernärzte aus Lüsen haben im 18. und 19. Jahrhundert mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung viel Leid der Menschen lindern können.

Auf der Lüsner Alm sammelten bereits die Ragginer ihre Heilkräuter
Foto: Helmut Moling
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Bis heute ist die Verbundenheit zu Heilkräutern in der Region allgegenwärtig. Das Vier-Sterne-Superior Naturhotel Lüsnerhof möchte seinen Gästen ein Stück dieses alten Wissens weitergeben und der langen Tradition der Ragginer Tribut zollen. Vom Naturellness®Spa über Wanderungen bis hin zur Naturkuchl stehen im Lüsnerhof Kräuter mit ihren verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten immer wieder im Fokus und können auf interaktive Weise entdeckt werden.

Die aus Lüsen stammende Bergdoktorenfamilie Ragginer schwor bereits im 18. Jahrhundert auf Behandlungen mit warmer Luft und Zirbelkieferdampf sowie auf das anschließende Abkühlen mit frischem Wasser. Aus diesem Grund finden Gäste im Wellnessgarten des Naturhotel Lüsnerhof auch ein einzigartiges Badehaus aus Zirbelholz. Das Erdgeschoss beheimatet die hoteleigene Kräuterbrennerei, auf drei weiteren Etagen wird dann ein mehrstündiges Badehaus-Ritual zelebriert. Durch das Einreiben mit hausgemachtem Kräuterhydrolat, dem Aufwärmen im Zirbelkieferdampf und dem Floaten in der Soleschwebegrotte soll sich hier die wohltuende Wirkung der Kräuter entfalten. In der Kräuterbrennerei stellt der Lüsnerhof seine Naturbadl-Produkte teils sogar noch nach Originalrezept der Ragginer her. Einmal pro Woche können sich Gäste gemeinsam mit der Kräuterexpertin des Hotels in der Herstellung biologischer Kräutercremes, -salze und -öle aus Zutaten wie Lüsner Zirbelkieferzweigen, Latschen und Wacholder ausprobieren.

Kräuterexpertin Herta Grünfelder ist geprüfte Wander- und Kräuterführerin mit Ausbildung in Volksheilkunde und führt Interessierte nicht nur in die Welt des Kräuterbrennens ein, sondern nimmt sie auch mit auf lehrreiche Kräuterwanderungen über die Lüsner Alm. Frische Bergluft und die Abgeschiedenheit der Alm versetzen Wanderer schnell zurück in die Zeit der Ragginer. So erreichen Gäste beispielsweise nach einer 40-minütigen Waldwanderung die Aussichtskanzel Gargitt, wo aufgrund der geographisch guten Lage die Ragginer ihre Wildkräuter mit eindrucksvollem Blick über das Tal sammelten. Dank dieser Gegebenheit konnte der Lüsnerhof erst entstehen, denn viele seiner Baumaterialien stammen vom alten Gargitthof der Bergdoktoren. Bei den geführten Kräuterwanderungen erzählt die Kräuterexpertin von Land und Leuten sowie über die verschiedenen Kräuter und ihre Heilwirkungen. Dabei bereitet sie auf der Kreuzwiesenalm gerne gesammelte Kräuter zu frischem Kräutertopfen. Und auch nicht essbare Kräuter finden ihre Verwendung, wenn sie in der Kräuterbrennerei des Naturhotel Lüsnerhof zu Kräuterschnaps oder heilenden Wundcremes weiterverarbeitet werden.

Dass die Kräuter, die auf der Lüsner Alm wachsen, auch schmecken, beweist die Naturkuchl des Lüsnerhofs. Im hauseigenen Kräutergarten pflegt Gastgeberin Maria Hinteregger mit viel Liebe ihre Pflanzen. Feine Almkräuter und mediterrane Kräuter aus dem eigenen Garten bilden das Grundgerüst der regional-biologischen Küche mit zahlreichen Zutaten nach dem Null-Kilometer-Prinzip. Frische und saisonale Produkte bezieht das Hotel von den umliegenden Bauern, während in der hauseigenen Kräuterküche Wacholder- und Zirmöle sowie natürliche Blüten-Hydrolate hergestellt werden.

Um Gästen die Entscheidung für einen Urlaub im Lüsnerhof zu erleichtern, sind in der aktuellen Situation auch kurzfristige Stornierungen und Umbuchungen kostenfrei möglich. Weitere Informationen unter www.luesnerhof.it