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Letzte Aktualisierung: 01.03.2024

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Auf den Spuren der gesamtdeutschen Demokratie

von Ilse Romahn

(06.02.2024) Reisen auf den Spuren der jüngeren deutschen Geschichte in der das Land noch geteilt war. Bei der exklusiv von dem Veranstalter aus Thüringen angebotenen Flusskreuzfahrt befahren die Gäste die Elbe. Der Fluss gilt als Symbol der deutschen Teilung: Über 96 Kilometer markierte er die innerdeutsche Grenze.

Elbsandsteingebirge
Foto: Schumann Reisen
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Zeitreise zu den Anfängen der gesamtdeutschen Demokratie
Exklusive Elbe-Flusskreuzfahrt von Schumann Reisen auf den Spuren der Wiedervereinigung

Gäste von Schumann Reisen können im April 2024 auf den Spuren der jüngeren deutschen Geschichte wandeln und sich auf eine Reise begeben, in der das noch Land geteilt war. Bei der exklusiv von dem Veranstalter aus Thüringen angebotenen Flusskreuzfahrt befahren sie die Elbe. Der Fluss gilt als Symbol der deutschen Teilung: Über 96 Kilometer markierte er die innerdeutsche Grenze. Von Dresden aus, mit einem kleinen Abstecher in die Sächsische Schweiz, führt die Reise stromaufwärts bis zur Mündung in die Nordsee. Unterwegs werden viele historische, für die gesamtdeutsche Demokratie wichtige Stätten besichtigt wie die ehemalige Bezirksverwaltung der Staatssicherheit und die dazu gehörende Untersuchungshaftanstalt in der Bautzner Straße in Dresden. Zeitzeugen stehen den Gästen zu Fragen über die schrecklichen Überwachungs- und Unterdrückungsmethoden der DDR-Geheimpolizei Rede und Antwort. 

Sicherlich interessant ist auch der Besuch von Mödlareuth: Das kleine Dorf mit 40 Einwohnern wurde von den Amerikanern „Little Berlin“ genannt, weil dort – genauso wie in der Hauptstadt – die Grenze zwischen Ost- und West-Deutschland verlief. Heute befindet sich in dem Ort mit dem Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth eine Gedenkstätte für die Überwindung der Grenzen. Eines der größten Verkehrsprojekte der deutschen Einheit ist das Wasserstraßenkreuz nördlich von Magdeburg. Warum die Überquerung des Mittellandkanals über die Elbe ein technisches Meisterwerk ist, wird während einer fachkundigen Führung genauer erläutert. Spannend sind auch die Geschichten der Dorfrepublik Rüterberg, die der Bürgermeister des zu Dömitz gehörenden Ortes erzählt. Die Gemeinde war wohl einer der seltsamsten Grenzorte der damaligen Zeit. Auf einer Halbinsel an der Elbe gelegen war Rüterberg gleich zweifach eingezäunt: nach Osten wie nach Westen und die Bewohner mussten beim Betreten und Verlassen des Dorfes immer ihre Papiere vorzeigen, was einen Tag vor dem Fall der Mauer, zur Ausrufung der Dorfrepublik führte.

Viel weiter zurück in der Geschichte begeben sich die Gäste der MS Katharina von Bora – Schumann Reisen hat das Schiff mit Platz für 80 Passagiere exklusiv für die Flusskreuzfahrt gechartert – in Wittenberg, wo Luther 1517 seine 95 Thesen an die Schlosskirche genagelt haben soll. Heute befindet sich in der Stadt das weltweit größte reformationsgeschichtliche Museum der Welt. Bei der Besichtigung des Magdeburg Doms betreten sie das älteste gotische Bauwerk auf deutschem Boden und Grabstätte von Otto dem Großen, dem ersten deutschen Kaiser. Unweit davon steht die Grüne Zitadelle von Friedensreich Hundertwasser. Eintauchen in die Geschichte Ostdeutschlands können die Gäste von Schumann Reisen auch bei einem Besuch der Meissner Porzellanmanufaktur. Seit mehr als 300 Jahren wird hier das „weiße Gold“ gefertigt – in DDR-Zeiten einer der wichtigsten Devisenbringer.

Auch kulturell hat die Reise, die Schumann Reisen 2015 anlässlich von 25 Jahren deutsche Einheit und dem eigenen 25-jährigen Firmenjubiläum zum ersten und einzigen Mal angeboten hat, viel zu bieten: In der Semperoper lassen sich die Teilnehmer von Mozarts Zauberflöte verzaubern und in Hamburg erwartet sie der Musical-Welterfolg „König der Löwen“. Ebenfalls auf dem Programm stehen der Besuch des Miniatur Wunderland, laut Guinness Buch der Rekorde die größte Modeleisenbahnanlage der Welt, und eine Weinprobe in Schloss Proschwitz, dem ältesten privat bewirtschafteten Weingut in Sachsen. Nach der Wiedervereinigung kamen das Barockschloss und die dazugehörenden Weinberge Stück für Stück wieder in den Besitz des Prinzen zur Lippe.

www.felicitas-helmis.de