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Letzte Aktualisierung: 21.05.2024

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Auch leichte Parodontitis behandeln lassen

von Ilse Romahn

(06.05.2024) Erste Anzeichen einer Parodontitis wie Zahnfleischbluten oder Mundgeruch sollten Betroffene ernst nehmen. Zwar ist die Entzündung über lange Zeit schmerzfrei, sie schreitet dennoch meist unbemerkt immer weiter fort, warnt die Initiative proDente anlässlich des Europäischen Tags der Parodontologie am 12. Mai. Unbehandelt kann eine Parodontitis langfristig zu Zahnverlust führen und allgemeine Erkrankungen im Körper begünstigen.

Das Zahnfleisch ist etwas gerötet und leicht angeschwollen. Hin und wieder blutet es. Dies können die ersten und einzigen Anzeichen einer beginnenden Parodontitis, einer Entzündung des Zahnhalteapparats, sein. Betroffene nehmen diese Symptome häufig nicht wahr oder ordnen sie nicht richtig ein. „Eine Parodontitis entwickelt sich über Jahre. Sie beginnt mit einer Entzündung des Zahnfleischs und verursacht am Anfang keine Schmerzen. Daher bleibt sie häufig von den Betroffenen unbemerkt“, erklärt Prof. Dr. James Deschner, Direktor der Poliklinik für Parodontologie und Zahnerhaltung der Universität Mainz. „Erste wahrnehmbare Symptome wie Zahnfleischbluten, Zahnfleischschwellungen und häufig auch Mundgeruch weisen zunächst auf die Zahnfleischentzündung hin. Unbehandelt kann es im weiteren Verlauf jedoch zu einer Parodontitis mit einer Lockerung der Zähne kommen.“ Es gilt daher, eine Parodontitis möglichst früh zu erkennen und zu behandeln.

Unbehandelt droht Zahnverlust
Unbehandelt führt die Parodontitis zu einem immer stärkeren Abbau des Kieferknochens. Dem Zahn fehlt zunehmend der Halt. Er lockert sich immer mehr und kann schließlich ausfallen oder muss entfernt werden. Die entzündeten Zahnfleischtaschen sind in fortgeschrittenem Stadium zudem ein Reservoir für krankmachende Bakterien und können Schmerzen oder Abszesse auslösen. Aus den Zahnfleischtaschen heraus können die Erreger auch weiter in die Blutbahn des Körpers gelangen und das Risiko für andere Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Rheuma erhöhen. Mehr Informationen zur Parodontitis auch unter: https://paro-check.de/ der Bundeszahnärztekammer (BZÄK).

proDente informiert über gesunde und schöne Zähne. Die Inhalte werden von Fachleuten wissenschaftlich geprüft. www.prodente.de