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Letzte Aktualisierung: 31.05.2020

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Auch in der Taunusanlage leuchtet es nun Rot

Stadtrat Oesterling: ‚Markierungen helfen, die Verkehrsströme sichtbar zu gliedern‘

von Ilse Romahn

(20.05.2020) Mehr Sichtbarkeit für den Radverkehr auf Taunusanlage und Bockenheimer Anlage: Auf dem gut 500 Meter langen Abschnitt zwischen Reuterweg und Mainzer Landstraße leuchten die vorhandenen Radspuren nun in markantem Rot.

Kräftiges Rot für den Radverkehr vor der Alten Oper
Foto: Stadt Frankfurt / Joachim Hochstein
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„Dieser zentrale Innenstadtbereich ist ein Hotspot für den Radverkehr. Umso wichtiger ist es für alle Verkehrsteilnehmenden, die Übersicht zu behalten. Die Markierungen helfen, die Verkehrsströme sichtbar zu gliedern“, sagt Verkehrsdezernent Klaus Oesterling.

Vom Reuterweg oder inneren Cityring kommend müssen Autos, die an der Alten Oper vorbei rechts in die Bockenheimer Landstraße abbiegen wollen, eine Radspur kreuzen – eine Situation, die Radfahrer oft als unbehaglich empfinden. Die rote Signalfarbe kann hier dazu beitragen, die Aufmerksamkeit der Beteiligten zu schärfen. Eine ähnliche Fahrradfurt gibt es auch in der Gegenrichtung, an der Fahrzeuge von der Mainzer Landstraße kommend kreuzen, wenn sie rechts in die Junghofstraße einbiegen wollen.

Aufgeräumter ist nun die Stelle zwischen Opernplatz und Bockenheimer Landstraße – für den Kfz-Verkehr eine „T“-Kreuzung in drei Richtungen, für den Radverkehr eine wichtige zentrale Kreuzung in alle vier Richtungen. Dazu kommen viele Passanten. Die rot eingefärbten Radspuren helfen dabei, die unterschiedlichen Verkehrsströme sichtbarer zu machen, um das Sicherheitsempfinden im Straßenalltag zu erhöhen.

Das Straßenverkehrsamt erarbeitete die konzeptionelle Planung für Markierungsarbeiten, das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) kümmert sich um die Ausführung. Die vom ASE beauftragte Firma frischte zunächst die bestehende Weißmarkierung auf, bevor auf einer Fläche von rund 2000 Quadratmetern die rote Farbe auf den Radspuren händisch aufgetragen wurde. Die Beschichtung ist so beschaffen, dass die Oberfläche eine leichte Unregelmäßigkeit aufweist. Das wiederum sorgt – wie auch schon bei vorangegangenen Rotmarkierungen im Frankfurter Stadtgebiet – für eine gute Griffigkeit. Die Maßnahme kostete rund 75.000 Euro. Vollständig abgeschlossen sind die Arbeiten, sobald die noch fehlenden Richtungspfeile und Fahrradpiktogramme in den kommenden Tagen aufgetragen sind.

Die Maßnahme ist Bestandteil der Vereinbarung mit dem „Radentscheid Frankfurt“, die in den Beschluss „Fahrradstadt Frankfurt“ des Stadtparlaments vom 29. August 2019 mündete. Die Stadt Frankfurt hatte in den vergangenen Wochen weitere Radverkehrsanlagen an drei vielbefahrenen Kreuzungen rot markiert. (ffm)