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Letzte Aktualisierung: 19.02.2020

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Arthur von Weinberg-Plakette posthum an Ulrike Crespo verliehen

von Ilse Romahn

(05.02.2020) Für ihre Verdienste als Stifterin und ihr großes bürgerliches Engagement ist Ulrike Crespo posthum die Arthur von Weinberg-Plakette der Stadt Frankfurt verliehen worden.

Vorstände der Crespo Foundation, links Michael W. Satke, Mitte Kulturdezernentin Ina Hartwig, rechts Axel May
Foto: Stadt Frankfurt / Jessica Schäfer
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Kulturdezernentin Ina Hartwig hat die hohe Auszeichnung stellvertretend an den Lebensgefährten und neuen Vorstand der Crespo Foundation, W. Michael Satke, überreicht. Mit der Ehrenplakette werden Frankfurter Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise als Mäzen in der Mainmetropole engagiert haben.

„Ich kann mir keine passendere Trägerin der Arthur von Weinberg-Plakette vorstellen – es stimmt mich tief traurig, dass diese Ehre Ulrike Crespo nur noch posthum verliehen werden kann. Die Formulierung des Grundgesetzes, dass Eigentum verpflichtet, war für sie keine leere Floskel, Ulrike Crespo ging in ihrem Anspruch sogar weit darüber hinaus. Der soziale Einsatz ihres Eigentums scheint ihr weniger eine Verpflichtung als eine Herzensangelegenheit gewesen zu sein, der sie sich mit ihrer ganzen Leidenschaft widmete“, würdigte Hartwig das große und vielfältige Engagement Ulrike Crespos anlässlich der Verleihung der Arthur von Weinberg-Plakette. Mit der von ihr gegründeten Crespo Foundation habe Ulrike Crespo sich seit Jahrzehnten für Kunst, Bildung und Soziales eingesetzt. Ihr vorbildliches Engagement habe dabei vor allem benachteiligten Menschen in der Gesellschaft gegolten.

Die Verleihung der Ehrenplakette fand in den stiftungseigenen Räumlichkeiten in Frankfurt statt, anwesend war neben dem gesamten Team auch Axel May, der Ulrike Crespo im Vorstand seit Gründung der Foundation begleitet hat. Die Auszeichnung war ursprünglich für den 22. Oktober 2019 geplant gewesen, Ulrike Crespo konnte diese leider nicht mehr persönlich entgegennehmen.

Mit dem Ziel, Menschen dabei zu unterstützen, sich als Persönlichkeiten zu entfalten, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, hat Ulrike Crespo ihre Stiftung im Jahr 1997 gegründet. Getreu dem Leitsatz „Menschen stark machen“ engagiert sich die Crespo Foundation seitdem in den Förderschwerpunkten Familie, Begleitung auf dem Bildungsweg, Ästhetische Bildung und Kunst.

Programme wie „Saba – Bildungsstipendien für Migrantinnen“, „Tellus | miteinander lehren – voneinander lernen“, „das fliegende Künstlerzimmer“ oder der mit 35.000 Euro dotierte „Wortmeldungen-Literaturpreis“ sind heute weit über Frankfurt hinaus bekannt. Die Mission der Stifterin, die persönliche, berufliche und kreative Entwicklung vieler Menschen und Familien nachhaltig zu fördern, lebt auch nach Ulrike Crespos Tod in der Stiftung weiter. (ffm)