Archäologischer ‚Tatort‘: Der Bernstorf-Krimi als Lehrstück aktueller Wissenschaftsgeschichte
Eine außergewöhnliche Befestigung der mittleren Bronzezeit aus dem 14. Jahrhundert vor Christus befindet sich auf dem Bernstorfer Berg bei Kranzberg in Oberbayern. Sie ist nicht nur die größte Befestigung ihrer Zeit nördlich der Alpen; eine weitere Besonderheit ist die vollständig verbrannte Holz-Erde-Mauer auf 1,6 Kilometern Länge. Schließlich sind es die Aufsehen erregenden Gold- und Bernsteinfunde, die deutliche Bezüge in den mykenischen Kulturkreis und in das östliche Mittelmeer aufweisen und die zuletzt erneut angezweifelt und als moderne Fälschungen bezeichnet worden sind.
Von der DFG geförderte Projekte führten umfangreiche Ausgrabungen und naturwissenschaftliche Untersuchungen durch, um die Geschichte der Befestigungen, die Funde sowie ihre Authentizität einer fundierten wissenschaftlichen Klärung näher zu bringen.
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