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Letzte Aktualisierung: 24.05.2024

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Apfelbaumgespinstmotte: Jetzt bekämpfen

von Adolf Albus

(19.05.2023) „Die Apfelbaumgespinstmotte hat sich in Hessen stark ausgebreitet“, informiert der Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Gießen. Eine Bekämpfung sei jetzt optimal. „Wir haben mit der Gespinstmotte in Kriftel selbst wenig Probleme.

Es kommt aber jedes Jahr zu zahlreichen Anfragen, weil die Gespinstmotte nicht nur Apfelbäume, sondern auch andere Gehölze befällt, die in öffentlichen Grünanlagen stehen. Zu zum Beispiel vor allem die Traubenkirsche und das Pfaffenhütchen“, berichtet Bauamtsleiter Martin Mohr. „Die Gespinstmotte ist aber für den Menschen nicht gefährlich. Die Sträucher erholen sich von dem Befall sehr gut.“ Spätestens mit dem sogenannten Johannistrieb, benannt nach dem Johannistages am 24. Juni, erfolge ein zweites Austreiben der befallenen Gehölze. Im Erwerbsobstbau sorgt der Verlust des Blattwerks durch die Raupe jedoch zu einem Zeitverlust bei der Reifung des Obstes, weshalb dort in den meisten Fällen eine Behandlung erfolgt.

Der Anblick des Schädlings ist nicht appetitlich und erschreckt erst einmal: dicke Raupen in einem weißen Gespinst. Jetzt und in den nächsten maximal 10 Tagen können die Raupen dieses Kleinschmetterlings aber bekämpft werden, so der Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Gießen. Denn jetzt haben die Raupen begonnen die schützenden Blätter zu verlassen und mit der Gespinstbildung zu beginnen. Hat die zukünftige Motte einmal begonnen, ein Gespinst zu weben, ist die Bekämpfung schwierig.

Im Erwerbsobstbau werden die Raupen bei einer Standardbehandlung zum Beispiel gegen Frostspanner und Blattläuse nebenbei gleich mit bekämpft. Für den Haus- und Kleingarten können zur Behandlung Pflanzenschutzmittel mit dem biologischen Wirkstoff Bacillus thuringiensis eingesetzt werden. Im Handel sind hier zum Beispiel die Mittel XenTari und Dipel ES in Kleinpackungen erhältlich, lautet der Hinweis des Experten. Das Mittel muss auf das trockene Blatt appliziert werden, danach darf es mindestens zwei Stunden nicht regnen, damit der Spritzbelag ausreichend antrocknen kann. Kleinere Nester sollten – zumindest bei kleinen Bäumen – mit der Schere umgehend entfernt werden.

Weitere Infos unter: https://pflanzenschutzdienst.rp-giessen.de/