Anreize zum Wohnungstausch
SPD: "Umzug in kleinere Wohnungen muss belohnt werden!"
Die SPD-Fraktion im Frankfurter Römer geht davon aus, dass im Rahmen eines Pilotprojekts mehr Menschen vom Umzug in eine kleinere Wohnung überzeugt werden können, wenn der Umzug mit Einsparungen verbunden ist. „Zu viele Frankfurter wohnen in zu großen Wohnungen, weil ein Umzug in eine kleinere Wohnung für sie ein finanzieller Nachteil wäre. Das ist eine zusätzliche Belastung für den angespannten Wohnungsmarkt. Hier soll das Pilotprojekt ansetzen und in Kooperation mit den Wohnungsgesellschaften attraktive Angebote für einen Umzug entwickeln“, sagte der SPD-Stadtverordneter Dijana Avdic.
Avdic ist bewusst, dass die bisher in mehreren Städten gestarteten Versuche, das Problem anzugehen, nicht sehr erfolgreich waren: „Entscheidend ist aus meiner Sicht, dass die - oftmals günstige – Quadratmetermiete der alten Wohnung auf die neue kleinere Wohnung übertragen werden kann. Dann wäre der Umzug ein echter finanzieller Vorteil. Zudem sollte der bestehende Kündigungsschutz übertragen werden können und die mögliche Tauschwohnung möglichst nah am bisherigen Wohnort liegen.“
Gerade die großen Bestandshalter in Frankfurt wie die städtische ABG, die Nassauische Heimstätte, die GWH oder die Vonovia hätten dazu nach Auffassung von Avdic gute Voraussetzungen: „Ich erhoffe mir, dass im Rahmen des Pilotprojekts zum Wohnungstausch Türen geöffnet werden und konkrete Programme für die Mieter entstehen. So könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass die ABG ein ähnliches Programm wie die Wohnbau Mainz mit ihrem Programm ´Zukunft Zuhause 55+´ auflegt.“
Die Wohnbau Mainz garantiert ihren Mietern bei einer Verkleinerung der Wohnung die Mitnahme des bisherigen Kaltmietpreises und gewährt zusätzlich einen Umzugsbonus in Höhe von 1.500 Euro. Einzige Bedingung ist, dass die neue Wohnung mindestens ein Zimmer weniger hat als die vorherige. Avdic: „Mir geht es darum das Potenzial zu nutzen und zu zeigen, dass Stadtpolitik nah an den Lebensrealitäten der Menschen sein kann: pragmatisch, menschlich, solidarisch.“