Amtierender Vorsitzende des Landeselternbeirates tritt zurück
„Ich habe im Laufe meiner Amtszeit immer mehr den Eindruck gewonnen, dass der Landeselternbeirat nicht ausreichend wirksam ist und auch nicht wirksam sein soll.“ So schaffe es das Kultusministerium trotz langjähriger Bitten des LEB nicht, das Gremium über einen landesweiten Mailverteiler in die Lage zu versetzen, schnell und unkompliziert mit allen Elternvertretungen in Hessen zu kommunizieren und somit eine effektive Elternmitwirkung zu organisieren.
Auch die dringenden Themen, wie zum Beispiel Bildungsgerechtigkeit, Unterrichtsversorgung, die Überlastung der Lehrkräfte, die Erziehung unserer Kinder hin zu einer demokratischen und offenen Streitkultur, den Klimawandel, die Inklusion, die physische und psychische Gesundheit unserer Kinder, würden, wenn überhaupt, nur halbherzig angepackt.
„Mein Aufwand als LEB-Vorsitzender steht in keinem Verhältnis zum Nutzen bzw. zu irgendwelchen Effekten.“, sagte Volkmar Heitmann. Er fühle sich zunehmend weniger durch das Gremium unterstützt und schließlich haben auch gesundheitliche Fragen eine Rolle gespielt.
Außerdem bemängelt Heitmann, dass durch die fehlende Gleichstellung der ehrenamtlichen Elternvertreter und Elternvertreterinnen mit anderen Ehrenämtern, wie Angehörigen von Kreis- oder Stadtparlamenten, die in der Hessischen Verfassung festgeschriebene Elternmitwirkung nicht umgesetzt werden kann. „Die Mitarbeit in Gremien wie dem LEB und besonders im Vorstand muss allen Eltern möglich sein. Momentan können sich das eigentlich nur wohlhabende Rentnerinnen und Rentner und Privatiers finanziell und zeitlich erlauben.“
Bis zur Neuwahl des Vorsitzenden, vermutlich im Dezember 2023, werden die Stellvertretenden Vorsitzenden Thorsten Sprenger und Ingo Radermacher die Amtsgeschäfte weiterführen. (leb.hessen/HP)
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