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Am Ende des Schweigens

#METOO: Spenden-Kampagne für Frankfurter Tatort-Star Jany Tempel

Der ehemalige Frankfurt-Tatort-Star Jany Tempel will, dass #metoo-Deutschland endlich aufgearbeitet wird und startet gemeinsam mit der Frankfurter Regisseurin Dr. Ina Knobloch eine Spenden-Kampagne, unterstützt von über zwanzig Prominenten, darunter Jasmin Tabatabai, Nina Kronjäger, Ursula Karven, Regina Halmich und die Frankfurter Schauspielerin Felicia Binger. Alle hoffen auf eine großzügige Unterstützung aus der Bevölkerung, damit die Übergriffe in der deutschen Filmbranche endlich aufgearbeitet werden. Die aussagekräftigen Statements in dem Kampagnenclip sind ein erschütternder Aufschrei der deutschen Filmbranche.
Jany Tempel
Jany Tempel
Foto: Privat
Die Frankfurter Journalistin und prämierte Filmautorin (\"Die Akte Oppenmheimer\") Dr. Ina Knobloch.
Die Frankfurter Journalistin und prämierte Filmautorin (\"Die Akte Oppenmheimer\") Dr. Ina Knobloch.
Foto: Privat
Die Boxerin Ina Halmich unterstützt die Kampagne ebenfralls.
Die Boxerin Ina Halmich unterstützt die Kampagne ebenfralls.
Foto: Screenshot
Hilft ebenfalls mit: die Schauspielerin Jasmin Tabatabei
Hilft ebenfalls mit: die Schauspielerin Jasmin Tabatabei
Foto: Screenshot
Nina Kronjäger, Schauspielerin, bittet ebenfalls, Jany Tempel zu helfen.
Nina Kronjäger, Schauspielerin, bittet ebenfalls, Jany Tempel zu helfen.
Foto: Screenshot
Die Schauspielerin Felicia Binger ruft alle auf, Jany Tempel zu unterstützen.
Die Schauspielerin Felicia Binger ruft alle auf, Jany Tempel zu unterstützen.
Foto: Screenshot
Jany Tempel
Jany Tempel
Foto: Privat

Es ist genau ein Jahr her, dass Tempels Akte und damit der bedeutendste #metoo-Fall der deutschen Filmszene geschlossen wurde, weil der mutmaßliche Vergewaltiger starb. Die Schauspielerin wurde in den 1990gern ihren Aussagen zufolge von Dieter Wedel vergewaltigt. In der damaligen Zeit hätte sie im Falle einer Anzeige keinerlei Chancen gehabt. Alle, die sie ins Vertrauen zog, hatten ihr abgeraten. Tempel war zu der Zeit eine erfolgreiche Schauspielerin, in Frankfurt Tatort-Star. Nach der „mutmaßlichen“ Vergewaltigung hatte Tempel einen Zusammenbruch und konnte nicht mehr arbeiten. In der Branche war das bekannt.

Nachdem das Thema 2017 zunächst durch die US-Bewegung auf Grund des Weinstein-Falls um die Welt ging, griff die „Zeit“ den Wedel Fall auf und überredete Tempel, ihren Namen preis zu geben. Daraufhin erstattete die Staatsanwaltschaft Anzeige, zog die Anklageerhebung aber jahrelang raus. Bis heute ist nichts entschieden, wurde nur durch Wedels Tod ad acta gelegt und ein Mantel des Schweigens über die Causa gelegt. Tempel wurde in einen Justiz-Strudel gezogen, dem sie nach all dem Martyrium nicht gewachsen war und vor dem sie auch nicht geschützt wurde.

Um den 2018 gestarteten Vorgang endlich in Gang zu bekommen, trat sie im Sommer 2022 in einen Hungerstreik, in ihrer neuen Heimat Thailand. Am 13. Juli 2022 beendete die Schauspielerin den Hungerstreik nach einem körperlichen Zusammenbruch. Am selben Tag starb der mutmaßliche Täter Dieter Wedel, doch das erfuhr Tempel erst später. Aber fast am selben Tag noch legte die Staatsanwaltschaft den Fall zu den Akten. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, hatte Tempel #metoo-Germany gegründet und unterstützt mit der Kampagne zahlreiche weitere Betroffene.

Bisher hat Tempel alle Interview-Ansagen abgelehnt, für den Film der Frankfurter Regisseurin Knobloch würde sie jedoch ihr Schweigen brechen und die ganze Geschichte endlich aus ihrer Sicht, aus der Perspektive des Opfers, erzählen. Zahlreiche Prominente würden für den Film ihre Stimme erheben, ebenso Psychologen und Vertreter von Opferverbänden.

Jede noch so kleine Spende zählt, denn zunächst muss Tempel ihre Schulden bezahlen: https://www.startnext.com/jany-tempel

https://youtu.be/n1F9vALJZT4
https://linktr.ee/Jany.Tempel

Über #METOO

 „#METOO ist seit 2017 eine globale Revolution, die inzwischen auch alle anderen Diskriminierungen und soziale Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten verändern will. #METOO ist mehr als ein Aufschrei.

Ina Knobloch