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Letzte Aktualisierung: 27.11.2020

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Altes Höchster Schloss erstrahlt am Weltfrühgeborenen-Tag in Lila

von Ilse Romahn

(12.11.2020) Zum diesjährigen Weltfrühgeborenen-Tag am 17. November wird das Alte Höchster Schloss vom Schlossplatz aus in lila Licht getaucht. Der Grund ist die weltweite Aktion „Purple für Preemies“ (Lila für Frühgeborene). Möglich macht dies eine Initiative des Nachsorgeteams „Rückenwind“ am Klinikum Frankfurt Höchst, die der Ortsbeirat 6 unterstützt.

„Da in diesem für uns alle besonderen Jahr die am Klinikum traditionelle Zusammenkunft mit Eltern von Frühchen nicht umsetzbar ist, wollen wir mit dieser Aktion ein für alle sichtbares Zeichen für die Versorgung von Frühgeborenen setzen“, erklärt Evelyne Koch, Kinderkrankenschwester auf der Kinder-Intensiv-Station und Case Managerin im Team Rückenwind. Aber auch an die Frühchen in der Kinderklinik selbst wird an diesem Tag besonders gedacht. Ihre Eltern erhalten kleine Päckchen mit einem Lila-Lätzchen „Frühstart 2020“ sowie besonderen Pflegeprodukte. Eins von zehn Neugeborenen in Deutschland ist ein Frühchen. Als Frühgeburt zählen Babys, die vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche (SSW) geboren werden. Als Perinatalzentrum Level I bietet das Klinikum die Sicherheit der höchsten Versorgungsstufe für alle Risikogeburten bis hin zu den kleinsten Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm. Die Neonatologie verfügt über mehr als 60 Betten für kranke Früh- und Neugeborene einschließlich 12 Beatmungsplätzen auf der Intensivstation. Pro Jahr werden etwa 700 kranke Früh- und Neugeborene hier  betreut. Laut Focus-Listen gehört die Klinik im Bereich der Frühgeborenen zu den führenden in Deutschland.

Susanne Serke, Vorsteherin des Ortsbeirates 6 im Frankfurter Westen, betont: „Der Ortsbeirat 6 hat einstimmig beschlossen, den Verein "Rückenwind" bei dieser Aktion zu unterstützen, um auf die besonderen Bedürfnisse der Frühchen und ihren Familien ebenso wie auf die wertvolle Arbeit des Vereins aufmerksam zu machen. Ich freue mich, dass auf Initiative des Vereins dieser weltweite Aktionstag auch im Frankfurter Westen stattfindet  - gerade in diesem von der Corona-Pandemie geprägten Jahr, in dem viele Veranstaltungen abgesagt werden mussten.“

Die Idee zur Beleuchtung von exponierten Gebäuden auf der ganzen Welt stammt ursprünglich von der amerikanischen Organisation March of Dimes und erfreut sich eines immer größer werdenden Zuspruchs. In Deutschland erstrahlten am Weltfrühchentag bereits das Heidelberger Schloss und das Bettenhochhaus der Charité in der Farbe Lila. 

Laut Weltgesundheitsorganisation stellt Frühgeburt die Haupttodesursache bei Kindern unter fünf Jahren dar. Um Frühgeborenen und ihren Familien eine Stimme zu geben, hat die European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) bereits 2008 den Welt-Frühgeborenen-Tag ins Leben gerufen, der jährlich am 17. November gefeiert wird. EFCNI vereint als europäische Stiftung Eltern, medizinische Experten verschiedener Disziplinen, Wissenschaftler, Politiker und weitere Akteure mit dem gemeinsamen Ziel, den Gesundheitszustand dieser Patientengruppe zu verbessern und auf die besonderen Herausforderungen von Frühgeborenen und ihren Familien aufmerksam zu machen.

 

Das Nachsorgeteam Rückenwind am Klinikum Frankfurt Höchst unterstützt Familien mit Frühgeborenen sowie chronisch kranken Kindern in der ersten Zeit des Übergangs vom Krankenhaus nach Hause. Als erfahrene Fachkräfte organisieren, beraten und begleiten sie die Eltern bei den vielfältigen Herausforderungen, die der individuelle Familienalltag stellt. Ziel ist es, dass sich die Eltern kompetent um ihr Kind kümmern können und die Lebensqualität aller Familienmitglieder bestmöglich erhalten bleibt. Das Team ist im Stadtgebiet Frankfurt und den angrenzenden Landkreisen im Einsatz und hat seit Start vor zehn Jahren bereits über 550 Familien betreut.

www.KlinikumFrankfurt.de oder www.kliniken-fmt.de