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Letzte Aktualisierung: 21.01.2021

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Alexander Losse wird neuer Geschäftsführer der Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim

von Ilse Romahn

(27.11.2020) Der Aufsichtsrat der Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim hat beschlossen, dass rückwirkend zum 1. November Alexander Losse die Geschäftsführung der Kulturgesellschaft übernimmt. Er folgt damit einer Vorlage der Aufsichtsratsvorsitzenden, Kulturdezernentin Ina Hartwig, die diesen Vorschlag in Zusammenarbeit mit der Ortsvorsteherin von Bergen-Enkheim, Renate Müller-Friese, erarbeitet hat.

Ausschnitt aus dem Gedichtfilm „Friedrich Hölderlin: Das nächste Beste“, aufgenommen am 9. November im Holzhausenpark
Foto: Stadt Frankfurt / Frank Weinert
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„Ich freue mich, dass wir mit Herrn Losse eine vielseitige Persönlichkeit gewinnen konnten, der einerseits die Traditionen wie den bundesweit bekannten Stadtschreiberpreis weiterentwickelt, andererseits auch neue Ideen für das lokale kulturelle Leben zusammen mit dem Ortsbeirat und der Bevölkerung einbringt“, sagt Hartwig.

Ortsvorsteherin Müller-Friese ergänzt: „Das kulturelle Angebot in Bergen-Enkheim ist vielfältig; es war daher schon immer mein Wunsch, einen Fachmann mit der entsprechenden Ausbildung und Erfahrung in der Szene für die Kulturgesellschaft zu gewinnen. Mit Alexander Losse ist dies gelungen. Er wird nicht nur neue Akzente setzen, sondern auch das einmalige Stadtschreiberarchiv weiterführen.“

Losse hat Philosophie und Germanistik in Mainz studiert und war langjähriger Mitarbeiter im Stroemfeld Verlag, wo er als Lektor und Redakteur tätig war. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am germanistischen Seminar der Universität Siegen, wo er unter anderem Seminare über Friedrich Hölderlin, Thomas Mann und Paul Celan gab. Daneben organisierte er Veranstaltungen wie den Festabend zum 150. Geburtstag von Stefan George oder öffentliche Spaziergänge zu Peter Kurzecks Leben und Werk in Frankfurt, dessen Nachlass er gemeinsam mit Rudi Deuble herausgibt. Zum Hölderlin-Jahr 2020 produziert Losse in Kooperation mit der Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim und der WeinSocietät die Gedichtfilm-Reihe „Hölder in Bergen“ mit freien Rezitationen von Hölderlins Hymnen.

„Ich schätze mich glücklich und fühle mich außerordentlich geehrt dadurch, dass die Wahl der Nachfolge des Geschäftsführers der Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim auf mich gefallen ist. Ich will meine besten Kräfte dafür einsetzen, ein vielseitiges, ansprechendes und lebendiges Kulturangebot für die Gesellschaft zu organisieren und zu leisten“, sagt Losse.

Mit der Ernennung von Alexander Losse zum Geschäftsführer hat der Aufsichtsrat die Leitungsfunktion der Gesellschaft konsolidiert: Er tritt die Nachfolge sowohl der im vergangenen Jahr in den Ruhestand gegangenen Geschäftsführerin Cornelia Grebe als auch des bisherigen Geschäftsführers Peter Ließmann an, letzterer bleibt weiterhin Leiter der Verwaltungsstelle Bergen-Enkheim.

Die Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim wurde 1976 von der damaligen Stadt Bergen-Enkheim zur Weiterführung der kulturellen Aktivitäten nach der Eingemeindung der Stadt nach Frankfurt am Main gegründet. Anteilseigner der Gesellschaft sind neben der Stadt Frankfurt der Vereinsring Bergen-Enkheim und die evangelische Kirchengemeinde Bergen-Enkheim. Die Kulturgesellschaft organisiert und führt kulturelle Veranstaltungen durch, insbesondere den jährlichen Berger Markt sowie das Stadtschreiberfest mit einem umfangreichen Rahmenprogramm. (ffm)