Africa Alive Festival
Die 32. Ausgabe des Festivals Africa Alive findet vom 29. Januar bis 22. Februar statt. Zusätzlich zu den Vorstellungen im Kino des DFF und im Filmforum Höchst gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm.
Foto: DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Die Retrospektive ist in diesem Jahr dem Regisseur Souleymane Cissé gewidmet, der im Februar 2025 im Alter von 84 Jahren gestorben ist. Neben Ousmane Sembène gehört er zu den bedeutendsten Pionieren des Kinos auf dem afrikanischen Kontinent. Zu sehen sind etwa DEN MUSO (Das Mädchen, 1975) über eine gehörlose junge Frau, die vergewaltigt wird, und mit ihrer Familie in Schwierigkeiten gerät, FINYÉ (Der Wind, 1982) über ein studentisches Liebespaar, das aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen kommt, und YEELEN (1987), sein bekanntester Film, der von einen Vater-Sohn Konflikt erzählt. Fatou Cissé, die Tochter von Souleymane Cissé, präsentiert ihren Dokumentarfilm HOMMAGE D’UN FILLE À SON PÈRE: SOULEYMANE CISSÉ (ML 2022).
Einen weiteren Schwerpunkt setzt das Festival auf den Sudan und die Entwicklungen der vergangenen Jahre, die vom Bürgerkrieg und Vertreibungen geprägt sind, und insbesondere in zwei Dokumentarfilmen, KHARTOUM (1925) und SUDAN REMEMBER US (2024), thematisiert werden. Regisseurin Hind Meddeb (SUDAN REMEMBER US) ist am 4. Februar zu einem Zoom-Gespräch zugeschaltet.
Einen weiteren Fokus bilden Animationsfilme, die in Kooperation mit dem Weltkulturen Museum und der dortigen Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gezeigt werden.
Bei den aktuellen Produktionen sind viele Filme zu sehen, die auf internationalen Festivals liefen: PROMIS LE CIEL (Promised Sky) aus Tunesien, MY FATHER’S SHADOW aus Nigeria sowie der Gewinner des panafrikanischen Filmfestivals FESPACO: KATANGA, LA DANSE DES SCORPIONS von Dani Kouyaté aus Burkina Faso. Regisseur Jean-Pierre Bekolo stellt seinen neuen Film LE GOÛT DU VIN DE PALME (The Taste of Palm Wine, CM/DE 2025) vor.
Zum Begleitprogramm gehören: die Gesprächsrunde: Afrikanische Perspektiven im Film am Sonntag, 1. Februar, eine Lesung der sudanesischen Autorin Stella Gaitano am Donnerstag, 5. Februar, eine Tanzperformance von AFROTUDEDANCERS im Foyer des DFF am Freitag, 6. Februar, die Comicpräsentation und Diskussion: Widerstand – Drei Generationen antikolonialer Protest in Kamerun bei medico international am Donnerstag, 12. Februar und das Kinderfest mit ADESA am Sonntag, 22. Februar, um 15:30 Uhr.
DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Schaumainkai 41, Frankfurt www.dff.film
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