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Letzte Aktualisierung: 02.04.2020

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ACHAT und DEHOGA gehen neue Wege

Qualitätspartnerschaft im Hotelgewerbe eingegangen

von Karl-Heinz Stier

(26.02.2020) Mit einem klaren Bekenntnis zu den Sternen der Deutschen Hotelklassifizierung und zum Branchenverband haben die 33 Häuser der ACHAT-Hotels in Deutschland eine Partnerschaft mit der DEHOGA abgeschlossen.

Bei der Überreichung der 4-Sterne-Plakette waren dabei (v.l.n.r.):Guido Zöllick (Präsident DEHOGA Bundesverband), Philipp Freiherr v. Bodman (Geschäftsführender Gesellschafter ACHAT Hotels), Madeleine Vargas (Hoteldirektorin ACHAT Hotel Offenbach Plaza) und Gerald Kink (Präsident DEHOGA Hessen). Nicht auf dem Bild: Michael Hagspihl, Vorsitzender DEHOGA Kreisverband Offenbach.
Foto: DEHOGA
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Die symbolische Übergabe des Klassifizierungsschildes mit den Spitzen beider Branchenplayer fand im ACHAT – Hotel Plaza in Offenbach statt, dem Flagship der Hotelcompany.

Die Landesverbände haben sich unter der Führung der DEHOGA Hessen und in Abstimmung mit dem DEHOGA Bundesverband das Ziel gesetzt, sich national einheitlicher und noch enger an den jeweiligen Gegebenheiten der Mitgliedsunternehmen der Branche zu orientieren. ACHAT hat diesen Prozess als Pilotprojekt aktiv mitgestaltet. Das Ergebnis ist die Konzentration der Dienstleistungen von 10 Landesverbänden in einer Hand.

Der Präsident des DEHOGA Bundesverbandes Guido Zöllick, der zu dem Anlass aus Rostock anreiste, würdigte die neue Partnerschaft: „Wir brauchen Mitgliedsunternehmen, die mit Überzeugung und Engagement die Arbeit der DEHOGA als Interessenvertretung in Politik und Öffentlichkeit stärken“. Erstmals wurden für eine in mehreren Bundeländern operierende Company alle Verfahren in einer Hand gebündelt und Prozesse verschlankt. „Das war für uns eine wichtige Voraussetzung und hat unser Vertrauen in den DEHOGA als professionellen Begleiter erheblich gestärkt“, so Philipp Freiherr von Brodmann, geschäftsführender Gesellschafter der ACHAT Hotel– und Immobiliengesellschaft mbH mit Sitz in Mannheim. Nach der Übernahme einer Investmentgesellschaft der ehemals privat geführten Hotelkette hat sich ACHAT auf dem deutschen Hotelmarkt neu positioniert und Wert auf verlässliche Qualitätsstandards im Markenportfolio gelegt.

Die Klassifizierungsstandards der DEHOGA sind zwar festgelegt, doch auch ständig im Wandel, weil sie das Verbraucherverhalten im Auge haben muss. So wird zum Beispiel in Frage gestellt, ob und in welcher Form Mini- Bars den Wünschen der Kunden entsprechen. In Offenbach gibt es diese „Zimmer-Kühlschränke“ noch. Auslauf-Modelle sind allerdings Badewannen, die kaum noch nachgefragt werden, dafür jedoch ein höherer „Duschkomfort“. Auch die Einrichtung von Zimmertelefone ist umstritten, zumal jeder Gast heute über ein Handy verfügt. Dafür benötigt man aber einen WLan-Anschluss.

Aufgrund des Verbraucherverhaltens müssen daher die Klassifizierungsstandards stets angepasst werden. Ein weiteres Beispiel nennt der DEHOGA-Präsident. „In Zeiten wachsender Marktmacht der Online-Buchungsportale braucht die Hotellerie ein belastbares und unabhängiges System zur Darstellung ihrer Standards und Partner in der Hotellerie, die für sich stehen.“

In der Sternenklassifizierung sieht von Bodman einen Vorteil bei der Vorauswahl der Kunden nach Qualitätsstandards, die international anerkannt sind. Aber auch innerbetrieblich bringe das Vorteile: „Durch das Klassifizierungsverfahren führen wir ein messbares und schließlich auch nach innen gerichtetes Qualitätsmanagement mit externen Prüfern durch. Das ist auch ein Signal für unsere Mitarbeiter.“ Es sei ja nicht so, dass ein Hotel ein für allemal gleich klassifiziert werde. Alle drei Jahre würden die Standards europaweit überprüft, um das Siegel behalten zu können.

Noch ein Wort zum ACHAT Hotel Offenbach Plaza. Das Hotel verfügt über 155 Zimmer, alles Doppelzimmer, und mehrere Konferenzräume. Der Achat-Edelstein hängt als Foto in jedem Zimmer oder Bad an der Wand. Die meisten Gäste kommen aus dem Business-Bereich, fünf Prozent sind Touristen. Der Zimmerpreis beginne ab 90 Euro am Wochenende, ansonsten richte er sich nach „dem freien Spiel der Kräfte“, also der jeweiligen Nachfragesituation. 40 Vollbeschäftige, darunter 6 Azubis arbeiten in dem 1991 umgebauten Hotelkomplex. Eingebunden ist ein Restaurant, das von 18 bis 22 Uhr geöffnet hat.