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Letzte Aktualisierung: 25.10.2021

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Abschiedstränen und Freudentaumel

Rheingau Royal feiert Weinmajestäten

von Karl-Heinz Stier

(27.09.2021) Sie hat am Tag zuvor noch das Vorfinale beim Wettbewerb Deutschlands neue Weinkönigin in Neustadt an der Weinstraße erreicht und gehörte unter den letzten 6 Bewerbern um den begehrten Titel. Beim Finale kam sie nicht unter die letzten Drei („Es war aber eine tolle Erfahrung, ich habe dabei 6 Kilo abgenommen“).

Bildergalerie
Die ehemalige Weinkönigin erzählt von ihren Erlebnissen Weinmajestät
Foto: Karl-Heinz Stier
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Die beiden Kronen warten auf ihre neuen Besitzerinnen
Foto: Karl-Heinz Stier
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Die Kandidaten Annika (links) und Mara stellen sich den Fragen
Foto: Karl-Heinz Stier
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Valerie Gorgus und Peter Seyffahrth setzen beiden Kandidaten die Kronen auf
Foto: Karl-Heinz Stier
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Dankesrede von Königin Annika
Foto: Karl-Heinz Stier
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Einen Tag später legte sie die goldene Krone als amtierende Rheingauer Weinkönigin beim Rheingau Royal im Kloster Eberbach ab – wie es die Regel will: Valerie Louise  Gorgus war zusammen mit Prinzessin Annika – bedingt durch die Corona-Pandemie – zwei Jahre königliche Weinmajestät. Als sie aus  einem großen Koffer über ihre Erlebnis in der Abschiedsrede berichtete und dann Lobenshymnen über ihre Amtsaktivitäten unter großem Beifall des Publikums  folgten, kullerten Tränen aus ihren Augen. „Was ich nun mache, weiß ich noch nicht, ich lass es auf mich zukommen“, sagte die 22jäherige Marketingmanagerin im Weingut Robert Weil, wohnhaft in Hattenheim. Ihre Mutter besitzt ein Weingut.

Der Höhepunkt und Mittelpunkt beim Rheingau Royal Festival, seit 2001 veranstaltet, war die Krönungsfeier der neuen Majestäten im Laiendormitorium. Obwohl schon entschieden war, mussten sich die frühere Weinprinzessin Annika Walter als Königin und Mara Schneider als neue Prinzessin vor dem symbolischen Aufsetzen der goldenen und silbernen Kronen noch einige Fragen zu und über den Wein über sich ergehen lassen. Das zog sich allerdings in die Länge. Beispielhaft seien der Reisebericht einer Reiseführerin genannt, in dem einige Fehler auftauchten und zu erkennen waren. Oder welche Weine zu Gerichten aus der Klosterküche passent würden – das hätte jeder Weinfreund auch gewusst. Es waren eingereichte Fragen aus dem Publikum interessant, wie z.B. der Unterschied zwischen Butt und Bütt ist, was die Kandidatinnen nicht beantworten konnten.

Nach der Krönung der beiden Majestäten, die beide Studentinnen der internationalen Weinwirtschaft in Geisenheim sind, hier einige ihrer Vorlieben und  Anliegen.

Königin Annika (Ihr Lebensmotto,(„Sei frech, wild und wunderbar“) ist 22 Jahre alt und die 71. Rheingauer Königin. Am meisten schätzt sie die Überraschungsmomente beim Wein. „Das erste Mal in einen noch unbekannten Wein rein zu riechen und ihn auf der Zunge zergehen zu lassen, ist wohl einer der aufregendsten Momente“. Und das gelte insbesondere für die Weine aus dem Rheingau, der für sie Heimat und Kulturgut ist - nämlich lebendig und einzigartig.

Weinprinzessin Mara (Ihr Motto : „Was du heute kannst entkorken, das verschiebe nicht auf morgen“) ist 21 Jahre alt. Sie möchte den Wein nutzen als Brückenbauer zwischen den unterschiedlichsten Menschen, vor allem die Rheingauer Tropfen. „Am meisten schätze ich am Wein seinen Wiedererkennungswert“.

Weinbaupräsident Peter Seyffahrt beglückwünschte die neuen Trägerinen der goldenen und silbernen Kronen mit einem Blumenstrauß, nachdem Valerie Grogus als ehemalige Weinmajestät den beiden Auserwählten die Kronen aufgesetzt hatte. Die beiden werden nun ein Jahr lange den Rheingau regional und national  bei etwa 150 Terminen vertreten. Dazu gehört das Eröffnen von Weinfesten, die Krönung der Ortsweinmajestäten, von denen heuer 35 im Laiendormitorium anwesend waren, aber auch das Begleiten von Podiumsdiskussionen und Pressereisen sowie Interview-Wünsche. Auch Weinproben und den Rheingau auf Messen zu vertreten sind ihre Aufgaben.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit. Mit unseren beiden vinophilen Botschafterinnen wird der Rheingau deutschlandweit charmant vertreten werden“, betont die Geschäftsführerin der Rheingau Weinwerbung Andrea Engelmann. Sie wies darauf hin, dass Voraussetzung für das Amt der Rheingauer Weinkönigen die Ortsmajestät im Rheingau sowie das Erreichen des 18. Lebensjahres sei. Das Fachwissen der Kandidatinnen werde vor der Wahlveranstaltung bei einer schriftlichen Prüfung abgefragt.

 

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