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Letzte Aktualisierung: 08.12.2021

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ABG legt erneut positive Bilanz vor

von Ilse Romahn

(17.11.2021) „Die ABG Frankfurt Holding hat im Geschäftsjahr weitere 649 Neubauwohnungen fertig gestellt und damit zur Entlastung auf dem Wohnungsmarkt beigetragen“, erklärt Peter Feldmann, Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der ABG zum vorliegenden Jahres­abschluss. Rund 40 Prozent dieser Wohnungen werden bisher gefördert und sind damit für Miete­rinnen und Mieter mit kleinen und mittleren Einkommen bezahlbar.

„Der Anteil des geförderten, sozialen, genossenschaftlichen und studentischen Wohnraumes wird nach dem Willen der neuen Stadtregierung mit Entschiedenheit weiter gesteigert“, führt Feldmann weiter aus.  

„Da der Zuzug nach Frankfurt unvermindert anhält und die Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt nach wie vor sehr hoch ist, wird der ABG-Konzern sein Neubauprogramm auf hohem Niveau vorantreiben“, erklärt der Vorsitzende des Aufsichtsrats. In den Jahren 2021 bis 2026 sollen rund 4900 Neubauwohnungen fertig gestellt und mit der Planung und dem Bau von weiteren rund 2000 Wohnungen begonnen werden. „Dafür wird die ABG über zwei Milliarden Euro investieren“, sagt Oberbürgermeister Feldmann. „Diese Zahlen zeigen klar, dass die ABG ein stabiles Wohnungs­unternehmen und ein verlässlicher Vermieter von rund 54.000 Wohnungen und rund 1000 Ge­werbe­einheiten in Frankfurt und der Region RheinMain ist.“

„Die ABG hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem guten Ergebnis abgeschlossen“, erklärt Frank Junker, Vorsitzender der ABG-Geschäftsführung. Obwohl die Gesamtleistung in Folge der Corona-Pandemie im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Millionen Euro auf 518,4 Millionen Euro ge­sunken ist, hat das Unternehmen einen Konzernjahresüberschuss von 73,8 Millionen Euro erwirt­schaftet. Dieses Ergebnis liegt um 5,1 Millionen Euro über dem Vorjahr und etwas über der Prog­nose. „Wir hatten erhebliche Umsatzrückgänge insbesondere im Bereich Parking und bei der Ver­mietung der Veranstaltungsräume in den Saalbauten zu verzeichnen. Diese konnten aber durch Erträge aus Erstvermietungen von Neubauten und gesunkene Aufwendungen kompensiert wer­den“, sagt Junker.

Die Eigenkapitalrentabilität des ABG-Konzerns beträgt 6,6 Prozent gegenüber 6,5 Prozent im Vorjahr. Bei einer Bilanzsumme von drei Milliarden Euro ergibt sich unverändert zum Vorjahr eine bilanzielle Eigenkapitalquote von 39,3 Prozent. „Die gute Bonität der ABG ist die Voraussetzung dafür, dass wir in den kommenden Jahren weitere zwei Milliarden Euro in bezahlbare Mietwohnungen und die Erhaltung des Bestandes investieren können“, betont Junker.  

„Die Corona-Pandemie ist natürlich nicht spurlos an der ABG vorüber gegangen und wird sich mit Sicherheit noch im Ergebnis des Geschäftsjahres 2021 auswirken“, erklärt der ABG-Geschäfts­führer. Bei der Vermietung der Wohnungen habe es durch das engmaschige Netz der Hilfen des Bundes und des Landes so gut wie keine Mietausfälle gegeben. „Ganz anders sieht es aber im Bereich Gewerbe, vor allem bei der Gastronomie, aus. Hier haben wir mit sehr vielen Geschäfts­leuten individuelle Stundungsvereinbarungen getroffen, die gestundeten Mieten müssen aber natürlich irgendwann auch wieder zurückgezahlt werden.“ Das gesamte Ausmaß ist, so Junker, derzeit noch nicht absehbar.

Einheitliche Betreuung der Mieterinnen und Mieter der ABG in sechs regionalen Service-Centern
Um die Gesundheit der Mieterinnen und Mieter sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schüt­zen, hat die ABG seit März 2020 die offenen Sprechstunden in den Service-Centern eingestellt. Der Kundenservice läuft seitdem telefonisch, per E-Mail und nur noch in Ausnahmefällen persönlich mit konkreter Terminvereinbarung. „Das hat sehr gut funktioniert und wir haben auch davon profitiert, dass wir in den vergangenen Jahren die Digitalisierung der Geschäftsprozesse vorangetrieben ha­ben“, sagt Junker.

Im Geschäftsjahr 2020 wurde auch umgesetzt, dass alle Wohnungen im ABG-Konzern jetzt einheitlich aus sechs über das Stadtgebiet verteilten regionalen Service-Centern heraus bewirtschaftet werden. Neu dazu gekommen sind das Service-Center Nordost in der August-Schanz-Straße in Preungesheim und das Service-Center Südwest in der Ludwigshafener Straße in Frankfurt-Höchst. „Wir haben die Teams in den ServiceCentern komplett neu zusammen­gesetzt und ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie diesen Kraftakt in schwieri­gen Zeiten so professionell umgesetzt haben“, fügt Junker hinzu. 

Bauprojekte liegen im Plan
Die laufenden Bauprojekte der ABG konnten im Geschäftsjahr weitgehend ohne größere Ein­schränkungen planmäßig ausgeführt werden. In der Platensiedlung sind nach der Aufstockung der Häuserzeilen in Holzmodulbauweise um zwei Stockwerke bereits die ersten Neubauten und zwei Innenhöfe mit Spiel- und Fitnessgeräten fertig.  

Im Lyoner Quartier wurden in der Herriotstraße sieben Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 227 Passivhauswohnungen gebaut. „Damit hat die ABG rund 700 Wohnungen in dem neuen Stadtquartier errichtet und so einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass aus der ehemaligen Bürostadt auch ein lebenswertes Wohnquartier mit Einkaufsmöglichkeiten und Einrichtungen für die Betreuung der Kinder geworden ist“, sagt Junker. „Die Entwicklung der ehemaligen Bürostadt zu einem gemischten Wohnquartier mit wichtigem zusätzlichem Wohnungsraum ist ein einmaliges Erfolgsprojekt für die Stadt Frankfurt, an dem die ABG einen wesentlichen Anteil hat. Neue Wohnungen, neue Kitaeinrichtungen, neue Supermärkte und neue Grünanlagen erwecken den Eindruck, dass hier eine neue Stadt entsteht. Und tatsächlich steht dieses Format für eine neue Form der Lebensqualität“, sagt Oberbürgermeister Feldmann.  

Fertig sind auch die 75 Passivhauswohnungen im ersten Bauabschnitt der Ortsrandbebauung in Nied entlang der Mainzer Landstraße. Im zweiten und dritten Bauabschnitt werden hier weitere 56 Wohnungen mit Flächen für den Einzelhandel realisiert. 

„Unsere größte und komplexeste Baustelle liegt derzeit am Güterplatz, dieses Projekt ist eine rundum gelungene Stadtentwicklung und Stadtreparatur“, so der ABG Geschäftsführer. Entlang der Mainzer Landstraße und der Europaallee entstehen derzeit in einer sechsstöckigen Blockrand­bebauung 259 Mietwohnungen, eine zweigeschossige Tiefgarage, eine Kindertagesstätte und ein großer Supermarkt. Direkt am Güterplatz baut das Unternehmen Groß & Partner den 128 Meter hohen Hotel- und Büroturm „The Spin“, der Projektentwickler gsp Städtebau aus Berlin realisiert hier den 98 Me­ter hohen Wohnturm „Eden“ mit 263 Eigentumswohnungen. Parallel dazu laufen die Bauarbeiten für den neuen U-Bahnhof Güterplatz und die Verlängerung der U-Bahn in das Europa­viertel, deren Inbetriebnahme für 2026 geplant ist. Die ersten Wohnungen der ABG werden ab dem Frühjahr 2022 bezugsfertig sein. (ffm)