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ABG Frankfurt Holding stellt sich neu auf

Die Geschäftsführung eines der größten und wichtigsten kommunalen Wohnungsbauunternehmen der Republik, die ABG Frankfurt Holding, die über 55.000 Wohneinheiten verwaltet, wird zum 1. Januar 2027 neu aufgestellt.

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Oberbürgermeister Mike Josef unterzeichnet Vertrag mit den neuen ABG-Geschäftsführern Armin Niedenthal und Norman Diehl. Mit dabei: Elke Voitl und Andrea Emmerich, erste und zweite stellvertretende ABG-Aufsichtsratsvorsitzende
Foto: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Michael Braunschädel

Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Frank Junker, scheidet mit dem Ende seines Vertrags zum 31. Dezember 2026 aus der Geschäftsführung der ABG aus. Daniela Matha, die derzeitige Geschäftsführerin, wird zum 1. Oktober eine neue Position antreten und soll ihre Erfahrung künftig in die Entwicklung des neuen Stadtteils im Frankfurter Nordwesten einbringen. Sie soll künftig die neue Entwicklungsgesellschaft für den neuen Stadtteil leiten. Zum 1. Januar 2027 hat der ABG-Aufsichtsrat die Geschäftsführung für das Frankfurter Wohnungsbauunternehmen neu besetzt mit Norman Diehl und Armin Niedenthal. Mit ihnen konnten zwei erfahrene Führungskräfte aus kommunalen Wohnungsbauunternehmen für die ABG gewonnen werden.

Frank Junker verantwortet seit 1991 die Unternehmensführung der ABG Frankfurt Holding. Er hat die Entwicklung des städtischen Wohnungsunternehmens über mehr als drei Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt. Unter seiner Führung hat die ABG ihren Wohnungsbestand ausgebaut. Zugleich setzte das Unternehmen früh auf energieeffizientes Bauen. Passivhäuser und die energetische Modernisierung des Bestands wurden zum Kennzeichen der ABG.

„Frank Junker hat 35 Jahre hervorragende Arbeit für die Stadt Frankfurt am Main geleistet und die ABG mit Weitblick, unternehmerischem Können und großer Verantwortung für unsere Stadt geprägt“, sagt Oberbürgermeister und ABG-Aufsichtsratsvorsitzender Mike Josef. „Er hat aus einem Unternehmen in schwieriger Lage einen leistungsfähigen kommunalen Wohnungsbaukonzern gemacht. Rund ein Fünftel der Frankfurterinnen und Frankfurter leben heute in einer ABG-Wohnung. Dabei hat er den sozialen Auftrag der ABG ebenso im Blick behalten wie die langfristige Entwicklung und Modernisierung des Wohnungsbestands. Für diese außergewöhnliche Lebensleistung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit danke ich ihm persönlich und im Namen der Stadt Frankfurt.“

Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen, Wohnen und Personal, sieht in Mathas Erfahrung mit komplexen Stadtentwicklungsprojekten eine wichtige Voraussetzung für ihre künftige Aufgabe: „Für die weitere Entwicklung des neuen Stadtteils im Frankfurter Nordwesten ist es ein großer Gewinn, auf die Erfahrung und Expertise von Daniela Matha zurückgreifen zu können. In ihren bisherigen Tätigkeiten hat sie wichtige Impulse gesetzt und hohe fachliche und strategische Kompetenz bewiesen. Als Leiterin der OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft hat sie zudem die Entwicklung des Offenbacher Hafens zu einem urbanen Quartier maßgeblich mitverantwortet. Ihre Erfahrung mit komplexen Stadtentwicklungs- und Wohnungsbauprojekten ist für eines der wichtigsten Stadtentwicklungsprojekte Frankfurts besonders wertvoll. Die Übertragung der künftigen Aufgabe steht noch unter dem Vorbehalt der erforderlichen Beschlüsse der zuständigen Gremien.“

„Mit Norman Diehl und Armin Niedenthal haben wir zwei neue Geschäftsführer gewonnen, die langjährige Erfahrungen aus kommunalen Wohnungsbauunternehmen mitbringen und zugleich neue Impulse setzen können“, erklärt Josef. „Ich bin überzeugt, dass wir mit ihnen unseren erfolgreichen Weg auch in den kommenden Jahren fortsetzen können.“

Norman Diehl (48) ist seit 2015 Geschäftsführer der Hofheimer Wohnungsbau GmbH und seit 2023 auch deren Vorsitzender. Gleichzeitig ist er verantwortlich für die Hallen- und Parkhaus GmbH. Schwerpunkte seiner Arbeit sind strategische Stadt- und Bauprojektentwicklung sowie Quartiers- und Immobilienmanagement.

„Ich freue mich natürlich sehr auf diese herausfordernde Aufgabe und die Möglichkeit, die Zukunft dieses erfolgreich aufgestellten Unternehmens maßgeblich mitzugestalten“, sagte Diehl. „Zusammen mit allen anderen Beteiligten möchte ich die Entwicklung der ABG vorantreiben. Ich habe den Anspruch, bei allen großen Aufgaben die Menschen im Blick zu haben und Dienstleister für die ganze Stadtgesellschaft zu sein.“

Armin Niedenthal (56) ist Vorstand der bauverein AG in Darmstadt und verfügt über langjährige Erfahrung in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der technischen Expertise in Verbindung mit der strategischen und wirtschaftlichen Unternehmensführung sowie der technischen Entwicklung von Wohnungsbeständen. Sein Fokus liegt auf bezahlbarem Wohnraum, Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Energieeffizienz.

„Ich hätte mir keine schönere Aufgabe vorstellen können als die Geschäftsführung dieses bedeutenden Wohnungsbauunternehmens“, sagte Armin Niedenthal. „Die ABG steht für bezahlbaren Wohnraum, nachhaltige Stadtentwicklung und soziale Verantwortung. Themen, die mir auch sehr wichtig sind. Ich möchte – gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – neue Impulse setzen und die positive Entwicklung in Frankfurt weiter voranbringen.“

Oberbürgermeister Josef dankt abschließend den Beschäftigten und der bisherigen Geschäftsführung der ABG für ihre Arbeit: „Die ABG ist für Frankfurt von herausragender Bedeutung. Sie schafft und sichert bezahlbaren Wohnraum, investiert in ihre Bestände und übernimmt Verantwortung für die Entwicklung unserer Quartiere. Auf dieser starken Grundlage kann die neue Geschäftsführung aufbauen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“ (ffm)