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Letzte Aktualisierung: 01.04.2020

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Abenteuer Ferien: Reisen ohne Mama und Papa

von Ilse Romahn

(06.03.2020) Ohne Eltern verreisen, selbstständig Erfahrungen sammeln und neue Freunde finden – eine Ferienreise bietet für viele Kinder neue Möglichkeiten und Chancen, über sich selbst hinauszuwachsen.

Reisen ohne Mama und Papa
Foto: EF Education First
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Doch ab welchem Zeitpunkt sind Kinder bereit für eine Reise ohne Eltern? Und wie gehen Eltern damit um, wenn der eigene Sprössling alleine ins Ausland will? Das Bildungs- und Sprachreiseunternehmen EF Education First, das Sprachferien für Kinder ab 10 Jahren anbietet, hat einige Ratschläge zusammengefasst.
  
Die passende Reise wählen
Der Gedanke, dass das eigene Kind alleine ins Ausland reist, löst bei Eltern neben Freude nicht selten auch Besorgnis aus. Dabei kann eine Auslandserfahrung viele positive Aspekte für die Kinder mit sich bringen. Bei Sprachferien zum Beispiel sind sie rundum gut betreut und finden bei zahlreichen altersgerechten Aktivitäten schnell neue Freunde und Hobbies. Gleichzeitig können sie ganz nebenbei ihre Sprachkenntnisse verbessern und somit ihr Selbstbewusstsein stärken. Niklas Kukat, Geschäftsführer von EF Education (Deutschland) GmbH: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass junge Kinder ganz besonders intuitiv und schnell eine Sprache lernen. Sie nehmen die Worte und Aussprache, wie sie sind und ahmen diese nach. Und da sie bereits in der Grundschule Englischunterricht haben, sind sie mit Fremdsprachen ohnehin vertraut.“
  
Das Kind selbst entscheiden lassen
Doch wann ist der richtige Zeitpunkt, sein Kind das erste Mal alleine auf Reisen zu schicken? Niklas Kukat von EF: „Ob ein Kind in der Lage ist, eine Reise alleine zu bewältigen, lässt sich kaum am Alter festmachen. Vielmehr bestimmt der Charakter des Kindes, ob es schon bereit für einen Urlaub ohne Eltern ist.“ Wichtig sei es in jedem Fall, sich gemeinsam mit dem Thema auseinander zu setzen. Dennoch können auch Bücher oder Filme dafür sorgen, dass das Kind sich inspirieren lässt. „Der eigene Antrieb des Kindes ist die beste Voraussetzung für erfolgreiche Sprachferien“, so Niklas Kukat. Diese Erfahrung hat auch Yvonne Ungeheuer, Mutter des 13-jährigen EF-Sprachschülers Johann, gemacht: „Die Idee zu einer Sprachreise ging am Anfang von mir aus. Bei unserem Gespräch im EF Büro waren dann einige Jugendliche da, die von ihrer Reise mit EF erzählten. Das fand mein Sohn Johann super. Nach dem Gespräch wollte er die Reise dann tatsächlich von sich aus antreten.“
  
Wann ist das Kind bereit?
Wer seinem Kind aufmerksam begegnet, merkt schnell, ob die Reise ohne Eltern einen Versuch wert ist. Dabei ist nicht zwingend entscheidend, wie selbstbewusst ein Kind wirkt, denn auch zurückhaltende Kinder blühen in den Sprachferien oft richtig auf und wachsen über sich hinaus. Um herauszufinden, ob das Kind reif genug für eine Reise alleine ist, können folgende Fragen helfen: Ist das Kind neugierig und kann sich schnell an neue Situationen anpassen? Kommt es für längere Zeit ohne Eltern zurecht, auch über Nacht? Kann es bei Problemen um Hilfe bitten?

Trifft dies auf den Nachwuchs zu, kann er mit hoher Wahrscheinlichkeit auch den Aufenthalt im Ausland bewältigen. In jedem Fall sollte der Reisewunsch aber vom Kind selbst geäußert werden. Überreden Eltern ihre Sprösslinge, können sich diese schnell überfordert fühlen und im Ausland unter Heimweh leiden. Eltern sollten hier in jedem Fall ihre eigenen Absichten hinterfragen und Sohn oder Tochter die Entscheidung überlassen.
  
Wann sind die Eltern bereit?
Ist das Kind bereit für Sprachferien ohne Mama und Papa, heißt das aber noch lange nicht, dass auch die Eltern in der Lage sind, ihren Nachwuchs loszulassen. „Als ich mit meinem Kind am Flughafen stand, wurde das Mama-Herz schwer, auch wenn ich mich riesig gefreut habe, diese Reise ermöglichen zu können“, berichtet Sandra Sigmund, die Mutter der 14-jährigen EF-Schülerin Jamie. Sprachreiseexperte Niklas Kukat: „Wenn Teenager ohne den elterlichen Schutz ins Ausland verreisen wollen, bereitet das vielen Eltern Kopfzerbrechen. Beim Thema Sprachferien sollten sowohl Kinder als auch Eltern ein gutes Gefühl haben. Dabei hilft es, wenn Eltern auf die Reife ihrer Kinder vertrauen.“ 

Auch ein erfahrener Sprachreiseanbieter kann dabei helfen, Ängste der Eltern abzubauen. Entsprechend sollte dieser die Familie bei der Planung der Reise begleiten und ausführlich über Reiseablauf, Betreuung und Unterbringung informieren. Sandra Sigmund, Mutter der EF-Schülerin Jamie, hat für alle Eltern von reiselustigen Kindern noch einen Tipp: „Mein Rat ist, sich gut zu informieren und Kontakt zu suchen, am besten zu anderen Eltern oder direkt zu den Schülern, die bereits Erfahrung haben. Auch die Veranstaltungen, die von EF angeboten werden, sind informativ und geben im Anschluss immer die Möglichkeit für ein persönliches Gespräch. Ohne Fragen, keine Antworten!“

www.agentur05.de