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Letzte Aktualisierung: 06.12.2019

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Ab Dienstag Busfahrer-Streik auch in Frankfurt

U-Bahn und Straßenbahn wegen Betriebsversammlung eingeschränkt

von Ilse Romahn

(19.11.2019) Die Fahrer der städtischen Buslinien in Frankfurt am Main und anderen hessischen Städten werden, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilt, ab Dienstag, 19. November, in einen unbefristeten Streik treten.

Der Grund sind die abgebrochenen Tarifverhandlungen zwischen dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) und der Gewerkschaft Verdi.

Die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ geht davon aus, dass von Betriebsbeginn an den Großteil der 64 Frankfurter Buslinien bestreikt werden. Der Ausstand dürfte auch die Busse des Schienenersatzverkehrs (SEV) für die Linie U3 in Oberursel treffen.

Hinzu kommt, dass nach Angaben der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Dienstag, 19., und Mittwoch, 20. November, U-Bahn- und Straßenbahn-Fahrten in Frankfurt wegen Betriebsversammlungen ausfallen werden. Wie stark die hierdurch bedingten Ausfälle sein werden, die sich über den ganzen Tag hinziehen können, lässt sich nicht vorhersagen.

Gerade angesichts des Streiks im Busverkehr sind Fahrtausfälle bei der U-Bahn als „Rückgrat“ des städtischen Nahverkehrs und bei der Straßenbahn für viele Fahrgäste schmerzhaft. Für Dienstag und Mittwoch kann traffiQ daher zuverlässig nur auf S-Bahnen, Regionalzüge und einige wenige Buslinien (siehe unten) als Alternative verweisen. Wenn ab Donnerstag U-Bahnen und Straßenbahnen wieder planmäßig verkehren, finden die meisten Fahrgäste im dicht gestrickten Frankfurter Nahverkehrsnetz sicher einen akzeptablen Weg, um an ihr Ziel zu kommen.

traffiQ empfiehlt den Fahrgästen, sich vor Fahrtantritt möglichst noch einmal aktuelle Informationen einzuholen. Man erhält sie über die Radiosender, am RMV-Servicetelefon (069)24248024, das rund um die Uhr zu erreichen ist, sowie unter http://www.rmv-frankfurt.de im Internet. Gerade Eltern von Schulkindern, die auf Bus und Bahn angewiesen sind, sollten die Informationen aufmerksam verfolgen, damit ihre Kinder morgens nicht vergeblich an der Haltestelle stehen.

In der Internet-Fahrplanauskunft lassen sich die einzelnen Verkehrsmittel so ausblenden, dass nur die zuverlässig verkehrenden Linien angezeigt werden: Unter „womit“ wählt man „Optionen anzeigen“ und entfernt dort die Häkchen bei den nicht gewünschten Verkehrsmitteln. Wer Start und Ziel direkt „von Haustür zu Haustür“ (also Ort, Straße und Hausnummer) eingibt, bekommt von der Fahrplanauskunft auch gleich mitgeteilt, welche Fußwege gegebenenfalls auf ihn zukommen.

Da die Gewerkschaft ihre Streikstrategie nur begrenzt offenlegt, stehen diese Hinweise unter Vorbehalt und können sich auch kurzfristig ändern. traffiQ wird im Internet und mit Hinweisen insbesondere an die Radiosender regelmäßig und möglichst aktuell zur Streiklage informieren.

Sicher verkehren während des Busfahrer-Warnstreiks diese Linien:
Am Dienstag und Mittwoch alle S-Bahn-Linien (S1 – S9) und alle Regionalbahnlinien. Mit nicht vorausplanbaren Einschränkungen verkehren die U-Bahn-Linien (U1 – U9) sowie die Straßenbahnlinien (11 – 21).

Voraussichtlich verkehren auch folgende Buslinien:
Buslinie 35 (Sachsenhausen Lerchesberg – Stresemannallee/Mörfelder Landstraße), Midibuslinien in Sachsenhausen (45, 47 und 48), Kleinbuslinien 57 in Zeilsheim sowie 81 und 82 in Oberrad, Buslinie 551 (Gravenbruch Ost – Enkheim – Bad Vilbel) sowie weitere regionale Buslinien, die aus dem Umland nach Frankfurt hineinfahren (in der Regel dreistellige Liniennummern).