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Letzte Aktualisierung: 16.08.2022

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85 Jahre Archäologisches Museum

von Gert Hautsch

(04.07.2022) Am 22. Juni 1937 ist das „Museum für Vor- und Frühgeschichte" selbständig geworden. Bis dahin war es eine Abteilung des 1877 gegründeten Historischen Museums Frankfurt. Seit 1989 hat es seinen Sitz im gotischen Karmeliterkloster mit dem Anbau des Architekten Josef Paul Kleihues. Seit 2002 führt es seinen heutigen Namen „Archäologisches Museum Frankfurt".

Viel Interesse bei den Ausstellungsführungen
Foto: AFM
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Die 85 Jahre voller bewegter Geschichte - sowohl für das Museum als auch für Frankfurt - waren Grund genug für eine Geburtstagsfeier; es war die erste ihrer Art. Der Förderkreis "Freunde des Archäologischen Museums" hatte zusammen mit dem Museum eingeladen. Wer gekommen war - und das waren Viele - erlebte ein abwechslungsreiches und interessantes Programm.

Wer die kürzlich eröffnete Sonderausstellung „Kelten in Hessen?“ noch nicht gesehen hatte, konnte sie bei dieser Gelegenheit kennenlernen. Archäologin Sara Martin und Museumsdirektor Dr. Wolfgang David erläuterten bei Führungen die wichtigsten Stücke. Herausragend ist der mit forensischen Methoden zum "Leben" erweckte "Fürst" aus einem Grab im Frankfurter Stadtwald. Der rekonstruierte Kopf ist vor zwei Wochen der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

Auch der römische Kaiser Vespasian (9 - 79) - alias Thomas Bäppler-Wolf - war zu Gast und erzählte bei einem Rundgang aus dem damaligen Leben der Aristokratie - nicht ohne eine Portion Augenzwinkern, versteht sich.

Der Innenhof des Museums bot die ideale Kulisse für die Künste des Artisten Sanka, eines Stars der Sozialen Medien ("TikTok"), der unlängst seine Schwäche für das Archäologische Museum Frankfurt entdeckt hat. Das Staunen war genauso groß wie der Beifall.

Fazit: Ein gelungener Sonntagnachmittag. Wer dabei war, hat es genossen, wer nicht dabei war, kann bei der nächsten Gelegenheit teilnehmen. Und die Kelten-Ausstellung ist noch bis Ende Oktober zu sehen.