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80. Jahrestag des Endes des KZ „Katzbach“ und des Todesmarsch Frankfurt-Hünfeld

Vielfältiges Veranstaltungsprogramm am 23. März

Am 24. März 1945 startete mit dem Todesmarsch Frankfurt-Hünfeld das letzte Kapitel des KZ „Katzbach“ in den Frankfurter Adlerwerken. Die SS trieb etwa 360 Menschen zu Fuß von Frankfurt durchs Kinzigtal und über Fulda nach Hünfeld. Die Überlebenden wurden von dort mit dem Zug ins KZ Buchenwald gebracht. Kurze Zeit später schickte die Lagerleitung die meisten von ihnen auf den nächsten Todesmarsch.

An die Auflösung des KZ „Katzbach“ und den Todesmarsch erinnert eine umfangreichen Veranstaltungsreihe mit über zwanzig Veranstaltungen in Frankfurt, Fulda, Gelnhausen, Hünfeld, Maintal-Dörnigheim, Schlüchtern und Wächtersbach-Aufenau.
Mehr Informationen zum Gesamtprogramm finden Sie unter www.todesmarsch-frankfurt-huenfeld.de

Am Sonntag, 23. März, wenden sich gleich drei Veranstaltungen auf unterschiedliche Weise den Geschehnissen in den Frankfurter Adlerwerken zu.

Katzbach-Oratorium: Bereits um 11 Uhr führt die Gruppe TheaterProzess mit Edgar M. Böhlke, Nicole Horny, Ilja Kamphues und Beate Jatzkowski (Akkordeon) unter der Regie von Ulrich Meckler das „Kleine Katzbach Oratorium“ im Gallus Theater auf. Das Oratorium für Stimmen und Akkordeon behandelt in elf Sequenzen Grundmuster des Terrors und des Leids. Die Texte stellen verschiedene Formen des Erinnerns nebeneinander: den Bericht;
die Klage; die Frage; das Fragment. Die szenische Lesung findet nicht statisch, sondern im Raum statt; Sprecherin und Sprecher lesen von Partituren. Zwischen den Textpassagen erklingt eine Komposition für Akkordeon. Sie umkreist den polnischen Hymnus Bogurodzica: eine vergebliche Suche in heilloser Zeit. Im Anschluss an die Aufführung folgt ein Gespräch.

Tag der offenen Tür im Geschichtsort Adlerwerke
Von 12 bis 18 Uhr lädt der Geschichtsort Adlerwerke zum „Tag der offenen Tür“ ein. Um 13 und um 15 Uhr gibt es dabei Führungen in der Dauerausstellung, um 14 und um 16 Uhr Führungen über das Gelände der Adlerwerke und im umgebenden Stadtteil.

Polnisch-Deutscher Gedenkgottesdienst
Beschlossen wird der Tag durch einen Polnisch-deutschen Gedenkgottesdienst um 18 Uhr in der Kirche St. Gallus. Da die meisten Opfer des KZ „Katzbach“ Polen waren, findet der Gottesdienst in polnischer und deutscher Sprache statt.

Hintergrundinformation: Die Veranstaltungen sind Teil einer umfangreichen Veranstaltungsreihe zum 80. Jahrestag der Auflösung des KZ „Katzbach“ und des Todesmarsches Frankfurt-Hünfeld.
Mehr Infos zur Reihe und den weiteren Veranstaltungen unter https://todesmarsch-frankfurt-huenfeld.de

Am 24. März findet eine zentrale Gedenkfeier in der Frankfurter Paulskirche statt. Ab dem 25. März steht besonders das Gedenken und Informieren in den Orten im Mittelpunkt, durch den der Todesmarsch auf dem Weg nach Hünfeld zog.