75 Jahre WIBank: Mit Förderung Hessens Zukunft gestalten
Seit 75 Jahren begleitet die WIBank Hessen bei wichtigen Zukunftsaufgaben – von Wiederaufbau und Wohnraumförderung bis zu Unternehmensfinanzierung, Digitalisierung und Klimaschutz. Zum Jubiläum blickt die Förderbank auf ihre Geschichte zurück und richtet den Blick zugleich auf die Zukunft.
Ob Unternehmen, Kommunen oder Privatpersonen: Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) unterstützt seit Jahrzehnten Investitionen, die Hessen voranbringen. Dafür bündelt sie öffentliche Mittel des Landes, des Bundes und der Europäischen Union und setzt sie dort ein, wo Förderung konkrete Wirkung entfalten kann.
Der Aufgabenbereich hat sich dabei deutlich verändert. Aus den ursprünglichen Schwerpunkten Wiederaufbau und Wohnraumförderung ist ein breit gefächertes Förderangebot entstanden. Heute unterstützt die WIBank unter anderem Unternehmensgründungen, die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, bezahlbaren Wohnraum und den Weg ins Eigenheim. Hinzu kommen Förderungen für soziale Teilhabe, kommunale Infrastruktur, Bildung, Digitalisierung und ressourcenschonende Vorhaben.
„Seit 75 Jahren verbindet die WIBank Kontinuität mit Veränderungsbereitschaft. Die Herausforderungen haben sich gewandelt, unser Auftrag ist jedoch derselbe geblieben: Hessen stark zu machen“, betonte Gottfried Milde, Sprecher der WIBank-Geschäftsleitung, beim Jubiläumsfestakt in Wiesbaden. Aus den Aufgaben des Wiederaufbaus und der Wohnraumförderung habe sich ein breit aufgestelltes Förderangebot für Wirtschaft, Kommunen und Privatpersonen entwickelt. Über Generationen hinweg habe die WIBank dazu beigetragen, Zukunftsinvestitionen zu ermöglichen, Innovationen voranzubringen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Förderung als Partner der hessischen Wirtschaft
Für die wirtschaftliche Entwicklung Hessens spielt die Unterstützung von Unternehmen eine zentrale Rolle. „Die wirtschaftliche Stärke Hessens basiert auf der Innovationskraft seiner Unternehmen, der Leistungsfähigkeit des Mittelstands und dem Mut von Gründerinnen und Gründern“, sagte Dr. Michael Reckhard, Mitglied der WIBank-Geschäftsleitung.
Seit Jahrzehnten begleite die WIBank diese Entwicklung mit Finanzierungsangeboten und einem weitreichenden Netzwerk im hessischen Innovationsökosystem. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gehe es darum, Unternehmen bei Investitionen zu unterstützen und damit Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung langfristig zu sichern.
Digitalisierung verändert die Förderung
Auch die Förderangebote selbst entwickeln sich weiter. Die Zukunft der Förderung sei „digital, vernetzt und vor allem nah an unseren Kundinnen und Kunden“, betonte Judith Mandel, Mitglied der WIBank-Geschäftsleitung.
Dafür entwickelt die WIBank ihre Prozesse und Angebote kontinuierlich weiter und nutzt neue technologische Möglichkeiten. Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Mitarbeitenden. Ihre Erfahrung, Ideen und Bereitschaft, Veränderungen mitzugestalten, hätten die Entwicklung der Bank über Jahrzehnte geprägt und seien auch für die Förderbank der Zukunft von zentraler Bedeutung.
Von Wiederaufbau und Wohnungsbau zur modernen Förderbank
Die Geschichte der hessischen Förderinstitute reicht bis in die Nachkriegszeit zurück. 1950 wurde die Landestreuhandstelle Hessen (LTH) gegründet. Ihr Schwerpunkt lag zunächst auf dem Wiederaufbau und dem Wohnungsbau.
Ein Jahr später, 1951, entstand die Hessische Treuhandverwaltung GmbH (HTV), die später in Investitionsbank Hessen (IBH) umfirmiert wurde. Zu ihren Aufgaben gehörte die Abwicklung von Wiedergutmachungsansprüchen.
In den folgenden Jahrzehnten entwickelten sich beide Institute kontinuierlich weiter. Das Aufgabenspektrum reichte zunehmend von der Wohnraumförderung über die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen bis zur aktiven Begleitung der regionalen Strukturentwicklung.
Anfang der 1990er-Jahre übernahm die IBH zudem die Umsetzung europäischer Förderprogramme in Hessen. Mit dem Europäischen Sozialfonds kamen weitere Schwerpunkte hinzu, insbesondere in den Bereichen Beschäftigung, Qualifizierung und soziale Integration.
2009 entsteht die heutige WIBank
Ein wichtiger Meilenstein war das Jahr 2009: IBH und LTH wurden zur heutigen WIBank zusammengeführt. Damit wurden die Förderaktivitäten des Landes Hessen erstmals unter einem gemeinsamen Dach gebündelt.
Seitdem hat die WIBank ihr Angebot kontinuierlich erweitert und die Digitalisierung ihrer Leistungen vorangetrieben. Neue Förderprogramme unterstützen unter anderem Gründungen, die Transformation der Wirtschaft, den Klimaschutz und die Entwicklung der Kommunen. Die WIBank ist bis heute integraler Bestandteil der Helaba.
Auch in Krisenzeiten ein Partner des Landes
Ihre Rolle als Förderbank zeigte die WIBank auch während der Corona-Pandemie. Sie setzte umfangreiche Hilfsprogramme um und unterstützte tausende Unternehmen dabei, ihre wirtschaftliche Existenz zu sichern.
Heute begleitet die WIBank die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft mit modernen Förder- und Finanzierungsinstrumenten. Dabei entwickelt sie ihre Angebote kontinuierlich weiter und reagiert auf veränderte wirtschaftliche und gesellschaftliche Anforderungen.
Kaweh Mansoori, Hessischer Wirtschaftsminister und Vorsitzender des WIBank-Aufsichtsrates, würdigte die Rolle der Bank beim Jubiläum: „Seit 75 Jahren ist die WIBank ein verlässlicher Partner für die hessische Wirtschaft. Sie kennt die Unternehmen, ihre Herausforderungen und ihre Ideen. Und sie sorgt dafür, dass aus diesen Ideen Investitionen und neue Perspektiven entstehen können.“
Diese Nähe zur Praxis zeichne die WIBank aus, so Mansoori. Sein Dank gelte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren täglichen Beitrag.
Jubiläumsfestakt in Wiesbaden
Ihr 75-jähriges Bestehen feierte die WIBank mit einem Festakt in Wiesbaden. Rund 200 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft nahmen an der Veranstaltung teil.
Unter den Gästen waren Mitglieder der Landesregierung und des Hessischen Landtags, Angehörige des WIBank-Aufsichtsrates, Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden und Institutionen sowie Repräsentanten der Wirtschaft.
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