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Letzte Aktualisierung: 18.05.2022

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30 Jahre Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen

von Ilse Romahn

(06.05.2022) Jährlich am 5. Mai stehen am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung die Themen Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit im Mittelpunkt. Der Aktionstag wurde 1992 von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) initiiert und findet dieses Jahr zum 30. Mal statt.

Ebenfalls vor 30 Jahren hat sich der Magistrat der Stadt verpflichtet, eng mit Frankfurter Behindertenarbeitsgemeinschaft zusammen zu arbeiten. Gemeinsames Ziel ist es, die Bedürfnisse behinderter Menschen bei allen sie betreffenden Vorhaben in Frankfurt zu berücksichtigen.

„Bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in der Stadtverwaltung wurden bereits beachtliche Erfolge erzielt. Die Schwerbehindertenquote ist seit 1990 von sechs Prozent auf elf Prozent gestiegen“, sagt Personaldezernent Bastian Bergerhoff. „Damit setzt die Stadt Maßstäbe und liegt deutlich über dem Durchschnitt bei privaten Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern. Darauf können wir stolz sein, doch wollen wir uns auf dem Erreichten nicht ausruhen.“

„Die Stadt Frankfurt hat sich richtigerweise schon vor langem für einen konsequenten Weg der Inklusion entschieden. Einige Schritte sind bereits gemacht, doch es gibt auf dem Weg hin zu einer Stadt für alle weiter einiges zu tun. Ziel ist es, dass unser buntes und vielseitiges Angebot in der Stadt allen Menschen offensteht“, sagt Sozialdezernentin Elke Voitl. Das gemeinsame Anliegen lasse sich nur im Austausch und in der Zusammenarbeit mit Betroffenen umsetzen.

Seit 1998 bündelt die Aktion Mensch Initiativen und Engagement zum 5. Mai unter einem bestimmten Motto. Das Ziel ist, die Sichtbarkeit der wichtigen gemeinsamen Anliegen zu erhöhen. Auch für Frankfurt gibt es unter www.aktion-mensch.de/karte?filter=5mai Hinweise auf Aktionen, die 2022 das Motto „Tempo machen für Inklusion“ haben.

Fokus ist dieses Jahr das Thema Barrierefreiheit. Die Stabsstelle Inklusion im Sozialdezernat verfügt über Mittel, die zum Abbau von Barrieren in öffentlichen Gebäuden im Bereich Bau, aber auch an Projekte zur Herstellung barrierefreier Kommunikation vergeben werden.

Mehr Informationen zu inklusiven Projekten der Stadt und zum inklusiven Online-Stadtführer sind auf der Seite frankfurt-inklusiv.de zu finden.(ffm)