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Letzte Aktualisierung: 30.09.2022

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30 Fasane in die Streuobstwiesen ausgewildert

Geld für die Kitas

von Adolf Albus

(20.09.2022) Das war am Freitag ein großer Tag für 30 Fasane und die Kinder der evangelischen und katholischen Kitas in Neuenhain. Denn die Mädchen und Jungen konnten live dabei sein, als Geflügelzüchter Andreas Kühnl und Jagdpächter Robert Schneider die Bömischen Jagdfasane in die Freiheit der Streuobstwiesen entließen.

Andreas Kühnl entlässt den jungen Fasan in die Freiheit – aufmerksam beobachtet von den Kita-Kindern, Stadtrat Bernhard Köcher (3.v.r.), Jagdpächter Robert Schneider (2.v.r.) und Jagdgenosse Klaus Thomas.
Foto: Stadt Bad Soden.
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Im Mai dieses Jahres waren die Tiere in Norddeutschland aus den Eiern geschlüpft, wurden nach Neuenhain gebracht und seitdem in Volieren von Andreas Kühnl groß gezogen und auf ihre Auswilderung vorbereitet. Der Züchter und der Jäger trugen die Tiere nun in Transportkisten im Bereich „Teufelslage“ oberhalb des Großen Hetzel an einen geschützten Platz; die Kinder umringten gespannt und in gebührendem Abstand das Prozedere. Dann öffnete Andreas Kühnl die Klappe und die Hühnervögel flatterten einer nach dem anderen davon. Das begeisterte die Kinder so sehr, dass sie spontan applaudierten. Zeugen des Ereignisses an diesem schönen Spätsommermorgen waren auch der Vorsitzende der Neuenhainer Jagdgenossen, Klaus Thomas, und Stadtrat Bernhard Köcher.

Anmutige Tiere, viele Feinde

„Fasane waren noch vor etlichen Jahren hier häufig zu sehen“, erklärt Jagdpächter Robert Schneider, „aber Fuchs, Waschbär und Uhu haben die gefiederten Tiere gerne auf dem Speiseplan.“ Für den Jäger ist ganz klar, dass der ursprünglich aus Asien stammende Hühnervogel in die Bad Sodener Fauna und Flora gehört. „Wir werden uns bemühen, die Zahl seiner Feinde zu begrenzen“, kündigt Robert Schneider an. Und wenn die Gelege der Fasane das kommende Frühjahr überstehen, könne im Altenhainer Tal künftig mit einer konstanten Population gerechnet werden. Mit seinem Prachtkleid ist der Fasanenhahn immer ein besonders imposanter Anblick für Naturfreunde und Spaziergänger. Neben den Fasanen im Altenhainer Tal wurden zudem weitere 20 im Bereich des Lotterbachs bei den Tennisplätzen ausgewildert.

Naturunterricht vom Jäger

Die Auswilderung der Fasane wurde durch die Erläuterungen von Jagdpächter Robert Schneider zum lehrreichen Naturunterricht, als er den Kindern erklärte, wie sich die Hühnervögel ernähren, wie sich Hahn und Henne unterscheiden und sie sich sogar auf Bäumen niederlassen.

Bei dieser Gelegenheit überreichte Jagdgenossenschaftsvorsitzender Klaus Thomas den beiden Kita-Gruppen je einen Scheck über 750 Euro. Das Geld stammt aus den Einkünften der Jagdpacht. Die Leiterinnen der beiden Einrichtungen bedankten sich herzlich und kündigten an, die Spende für den Erwerb von Spielen und für Geräte auf dem Außengelände zu verwenden.