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Letzte Aktualisierung: 16.04.2024

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29. Höchster Orgelsommer in der Justinuskirche

Triosonaten, Jazz und Chöre

von Ilse Romahn

(03.04.2024) Der japanische Kinderchor „Little Singers of Tokyo“ eröffnet am 5. Mai den 29. Höchster Orgelsommer. Aus seinem vielfältigen Repertoire wird das Ensemble in der Justinuskirche Ausschnitte bieten.

Außer Orgelkonzerten wird der Zyklus zwischen Mai und Oktober nach den Worten des künstlerischen Leiters und Organisators Manuel Bleuel viele weitere musikalische Farben bieten. Den Rahmen dafür bildet ausschließlich Frankfurts ältestes Gotteshaus aus der Zeit der Karolinger. Als Veranstalter fungiert einmal mehr die Stiftergemeinschaft Justinuskirche.

Im zweiten Konzert präsentiert Yuliya Lonskaya am 19. Mai auf der Gitarre eine spannende musikalische Reise durch die Welt und die Jahrhunderte.

Schon zwei Wochen später (2. Juni) gastiert das „Trio contemporaneo“ rund um den Komponisten Günther Wiesemann mit Musik aus Barock und Moderne - und nimmt seine Zuhörerinnen und Zuhörer dabei mit hinein in die Spannung, die zwischen diesen beiden unterschiedlichen Klangwelten entstehen kann. In der direkten Nachbarschaft ist Maximilian Bauer tätig, der am 23. Juni auf der Kuhn-Orgel der Justinuskirche zu hören sein wird. Der Kirchenmusiker aus der Evangelischen Stadtkirche spielt Werke von Johann Sebastian Bach, Max Reger und weiteren Komponisten.

Als Teil des Altstadtfestes finden am Samstag und Sonntag, 6. und 7. Juli, jeweils um 16 Uhr wieder die Kurzkonzerte statt. In diesem Jahr musizieren der Organist Martin Hertel sowie das Ensemble JuVokal aus Bad Soden unter der Leitung von Tobias Landsiedel.

Ausnahmsweise für einen Mittwoch ist das Konzert des französischen Kinderchors „Les Petits Chanteurs à la Croix de Bois“ terminiert. Der Auftritt der jungen Gäste, die während einer Deutschland-Tournee in Höchst Station machen, beginnt um 19 Uhr am 10. Juli. Das musikalische Programm rückt den französischen Jugendarbeiter Marcel Callo in den Mittelpunkt. Er starb im Dritten Reich als Märtyrer, nachdem er in Arbeitslagern Jugend- und Pfadfindergruppen aufgebaut hatte.

Nach der Lichtershow am Mainufer zum Ende des Schloßfestes lädt die Stiftergemeinschaft am späten Abend des 14. Juli zum traditionellen Lichterkonzert ein. Franz Brobald (Trompete) und Manuel Bleuel (Orgel) lassen das Instrument der Könige und die Königin der Instrumente in hellem Glanz leuchten.

Das traditionelle Konzert „Europäischer Jazz“ (11. August) wartet mit einem besonderen Leckerbissen für die Freunde dieser Musikrichtung auf. Chris Jarrett, Sohn der Jazz-Legende Keith Jarrett, begibt sich mit den Konzertgästen auf „New journeys“, übersetzt neue Wege. Jazzklänge und avantgardistische musikalische Elemente fügt er zu einem eigens auf den Raum und die Orgel abgestimmten Klangerlebnis zusammen.

Des 200. Geburtstages zweier sehr unterschiedlicher Komponisten gedenkt die Musikwelt 2024. Das Konzert des ersten Septembers koppelt die vierte Sinfonie, die „Romantische“, des im oberösterreichischen Ansfelden geborenen Anton Bruckner und die Tondichtung „Die Moldau“ des im ostböhmischen Litomyšl (zu KuK-Zeiten Leitomischl) zur Welt gekommenen Bedrich Smetana. Auf dem Flügel spielen Jan Polivka und Theresa Bodnarova vierhändige Bearbeitungen der beiden populären Werke.

In außergewöhnlicher Besetzung sind beim darauffolgenden Abend Werke über das Thema Maria zu hören. Anna Lucia Leone (Sopran), Johannes Würmseer (Trompete) und Manuel Bleuel (Orgel) präsentieren eine Auswahl von Stücken über die Gottesmutter kurz vor Beginn des Rosenkranzmonats Oktober. Termin ist der 22. September. Hochkarätig endet der Orgelsommer 2024. Studenten von Felix Koch, Lehrstuhlinhaber für Alte Musik, sowie seiner Mitdozenten Monika Grabowska und Markus Stein an der Mainzer Hochschule für Musik, widmen sich der barocken Gattung der Triosonate am Abend des 13. Oktober.

Alle Konzerte, soweit keine andere Uhrzeit genannt ist, finden um 18 Uhr in der Justinuskirche in Frankfurt am Main-Höchst statt. Karten sind an der Abendkasse für 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) zu erwerben. Reservierungen und Vorbestellungen sind per Mail bei m.bleuel@stjakobus-ffm.de möglich.

Ulrich Boller, Vorstand Stiftergemeinschaft Justinuskirche