250 Jahre Aliceplatz – Fürstenresidenz, Fabrikplatz, Fußgängerzone in Offenbach
Die Stadt Offenbach feiert den 250. Geburtstag des Aliceplatzes mit einer umfassenden Ausstellung seiner Geschichte im Kunstverein im KOMM, Aliceplatz 11. Unter dem Titel „250 Jahre Aliceplatz – Fürstenresidenz, Fabrikplatz, Fußgängerzone“ hat der Autor und Kurator Uwe Kauss im Auftrag der Stadt Offenbach viele Objekte versammelt, die bislang in der Stadt noch nie zu sehen waren. Darunter sind Dokumente aus der Frühzeit des 1768 von Fürst Wolfgang Ernst II. angelegten Platzes wie die Zeichnung eines vergessenen, großen Zierbrunnens oder Originalakten aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. Sie eröffnen einen völlig neuen Blick auf die Geschichte des heutigen Mittelpunkts der Stadt.
Spektakulär sind die ausgestellten Leihgaben des Deutschen Ledermuseums (DLM) sowie der Museumstiftung Post und Telekommunikation: So ist in der Ausstellung das erste Telefon Offenbachs zu sehen. Der von Siemens & Halske in Berlin hergestellte Fernsprecher hing im „Telephonzimmer“ des 1884 eröffneten Postamts am Aliceplatz. Ebenfalls zu sehen ist die erste Vermittlungsstelle der Stadt, an der sich die damals 19 Teilnehmer von einem Postbeamten miteinander verbinden lassen konnten. Einige von ihnen konnten sogar nach Frankfurt telefonieren – damals eine Sensation. Das Offenbacher Telefonbuch des Jahres 1888, das auf eine einzige Buchseite passte, ist ebenfalls ausgestellt. Die wertvollen und raren Objekte stammen aus dem Depot der Museumsstiftung Post und Telekommunikation in Heusenstamm.
Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Samstag 14:00 bis 20:00 Uhr
Kunstverein Offenbach e. V., Aliceplatz 11, KOMM-Center, Offenbach www.kunstverein-offenbach.de
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