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Letzte Aktualisierung: 04.03.2021

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25 neue Stadtteil-Historiker für Frankfurt

von Ilse Romahn

(15.01.2021) In 25 neuen Projekten unter­suchen geschichtsinteressierte Frankfurter die Geschichte ihrer Stadt. Bei ihrer Begrüßung am 16. Januar 2021 erfolgt die Staffelstabübergabe, die Festrede hält Martin Mosebach.

In 25 Projekten erforschen die neuen Stadtteil-Historiker der achten Generation die Geschichte Frankfurts oder eines Stadtteils. Bis März 2022 beschäftigen sich die Stadtteil-Historiker mit histo­rischen Themen wie etwa der Geschichte unehelicher Schwangerschaften vom 18. Jahrhundert bis heute, Abi-Plakaten der Wöhler­schule als Spiegelbilder des Wandels, dem verschwundenen Gefängnis Höchst oder der Dokumentation jüdischer Mitglieder des Rudervereins Germania.

Auch vier stadtteil­über­greifende Themen werden bearbeitet, wie etwa Forschungen zu 120 Jahren Frei­körperkultur in Frankfurt, Leben und Wirken der Familie Tesch oder der Geschichte der Punkrock-Szene der Stadt. „Die ehrenamtlichen Stadt­teil-Historiker wollen das Vergessene und Übersehene wieder ausgraben und es würdigen. Ihre Arbeiten sind Brückenschläge zur Welt von gestern, aber mit Bedeutung für morgen. Denn sie stärken den Überlieferungszusammenhang, den gerade eine so dynamische Stadt wie Frankfurt braucht“, so Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, zum Start der neuen Generation.

Die achte Generation der Stadtteil-Historiker nimmt in diesem Jahr den Staffel­stab ihrer Vorgänger-Generation erstmals digital entgegen. Bei ihrer Begrüßung am „Tag der Geschichte“ am 16. Januar 2021 werfen Projektkoordinator Dr. Oliver Ramonat und Dr. Katharina Uhsadel, Leiterin des Projekts, einen Blick zurück auf die Projekte der siebten Generation der Stadtteil-Historiker. Die Fest­rede über historische Spuren in seiner Heimatstadt Frankfurt hält der u. a. mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnete Frankfurter Schriftsteller Martin Mosebach.

„Die inzwischen 195 Frankfurter Stadtteil-Historiker leisten ehrenamtlich einen wichtigen Beitrag zur Recherche und Sichtbarmachung der Lokalgeschichte“, so Dr. Katharina Uhsadel über das Projekt, das inzwischen auch nach Wies­baden, Darmstadt-Eberstadt, ins Ruhrgebiet und jüngst nach Bad Homburg transferiert wurde. Aus 42 Bewerbern wurden aufgrund ihrer Originalität, Qualität und Umsetz­bar­keit 25 neue Frankfurter Stadtteil-Historiker-Projekte ausgewählt. Von diesem Auswahl­prozess wird am „Tag der Geschichte“  Dr. Thomas Bauer vom Institut für Stadt­geschichte Frankfurt berichten. Nach Vorstellung der neuen Stipen­diatinnen und Stipen­diaten werden zudem Impuls-Workshops zu den Themen Zeitzeugen­gespräch und Ergebnis­präsentation angeboten.

Gäste sind willkommen, die Anmeldung erfolgt per Mail an anmeldung@sptg.de.

Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, Untermainanlage 5, 60329 Frankfurt  www.sptg.de