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Letzte Aktualisierung: 03.04.2020

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25 Jahre Paketzentrum Saulheim

Paket-Knotenpunkt für knapp drei Millionen Menschen

von Stefan Heß

(20.03.2020) Seit 1995 wurden rund 1,2 Milliarden Sendungen im Saulheimer Paketzentrum bearbeitet. Sonderfunktion: Bearbeitung von Auslandspaketen.

Mit modernster Sortiertechnik werden im Paketzentrum Saulheim 550000 Pakete und Päckchen bearbeitet.
Foto: Deutsche Post DHL Group
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Vor einem Vierteljahrhundert ging das Paketzentrum der Deutschen Post in Saulheim „ans Netz“. Seitdem gehört das Zentrum zwischen Mainz und Alzey zu den bundesweit 36 Paketzentren der Deutschen Post, die das Rückgrat der Paketpost in Deutschland bilden. „In den ersten 25 Jahren unseres Betriebs, haben wir in Saulheim rund 1,2 Milliarden Pakete und Päckchen bearbeitet. Von hier aus versorgen wir jeden Tag knapp drei Millionen Menschen mit Paketpost. Diese Zahlen zeigen, welch wichtiger Paket-Knotenpunkt dieses Zentrum von Anfang an war und heute ist“, sagt Jörg Bahls, Leiter der Postniederlassung Saarbrücken, zu der das Saulheimer Paketzentrum organisatorisch gehört. 

Regionales Drehkreuz mit internationaler Sonderfunktion
Das Paketzentrum im Süden von Mainz liegt verkehrsgünstig direkt an der Autobahn 63 und ist das Herzstück der Paketlogistik der Deutschen Post für die Regionen Wiesbaden, Ginsheim-Gustavsburg, Rheingau, Rheinhessen, Rhein-Nahe, Hunsrück, Westpfalz und das Saarland (ohne Rhein-Pfalz-Kreis). Der rund 9.000 Quadratkilometer große Versorgungsbereich des Paketzentrums reicht von Heidenrod im Norden bis nach Saarbrücken im Süden und von Mettlach  im Westen bis nach Rüsselsheim im Osten. 

Bis zu maximal 550.000 Paketsendungen bearbeiten die 350 Mitarbeiter täglich in ein- und abgehender Richtung. Damit die eingehenden Pakete und Päckchen möglichst schnell zu den Empfängern gelangen, starten die Paketzusteller dezentral von acht sogenannten Zustellbasen und vielen Zustellstützpunkten im ländlichen Bereich aus, die allesamt vom Saulheimer Paketzentrum versorgt werden: zum Beispiel in Völklingen, Sankt Ingbert, Mainz-Hechtsheim, Ginsheim-Gustavsburg, Saulheim, Schwalbach-Hülzweiler, Wiesbaden und Kaiserslautern. Darüber hinaus hat das Paketzentrum Saulheim noch eine ganz besondere Funktion im nationalen Paketnetzwerk der Deutschen Post inne, die dieses Zentrum von allen 35 anderen Paketzentren unterscheidet: Über Saulheim werden Paketsendungen aus dem Ausland in das nationale Paketnetz der Deutschen Post eingespeist. „Wir unterstützen unser Internationales Postzentrum am Frankfurter Flughafen bei der Importbearbeitung, in dem wir die Sendungen in das nationale Netz einspeisen. Unser Paketzentrum ist daher auch eine wichtige Schnittstelle für internationale Sendungen und deshalb bundesweit einmalig“, erklärt Jörg Bahls. 

Und so läuft der tägliche Betrieb
Die Nachmittags- und Abendschicht bearbeitet zunächst alle Paketsendungen die aus dem eigenen Bereich stammen und die an Empfänger in anderen Regionen Deutschlands gerichtet sind. Das nennt man im Postjargon „Abgangsbearbeitung“. Diese Pakete und Päckchen stammen aus Postfilialen, Packstationen der Region und aus direkten Abholungen bei großen Kunden. Innerhalb des Paketzentrums durchlaufen die Sendungen mehrere Stationen, wie beispielsweise Entladung, Auflegelinien, Sortierung per Hightech-Maschinen und Codierung. Versehen mit einem Leitcode, verlassen alle Pakete, die nicht für den eigenen Bereich bestimmt sind, das Paketzentrum Saulheim und werden an die anderen 35 Ziel-Paketzentren im Bundesgebiet weitergeleitet. 

In umgekehrter Richtung treffen in der Nacht in Saulheim Fahrten mit Paketsendungen für das eigene Versorgungsgebiet ein. Die bereits codierten Sendungen werden in den Nachtstunden sortiert und in den frühen Morgenstunden an die Zustellbasen und Zustellstützpunkte in der Region, weitergeleitet. („Eingangsbearbeitung“). Von dort werden die Pakete von den Postboten an die Kunden ausgeliefert.