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Letzte Aktualisierung: 31.05.2020

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200.000 € für Projekte der Migrantenorganisationen und Vielfaltsprojekte

von Ilse Romahn

(14.05.2020) Mit der Aufstockung des integrationspolitischen Förderprogramms des Amts für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) um 200.000 Euro will Integrationsdezernentin Sylvia Weber die Arbeit der Migrantenorganisationen in Zeiten von Corona stärken.

Viele Migrantenvereine und Communities seien aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen schwer getroffen. Über das Landesprogramm könnten sie zwar ihre Einnahmeausfälle teilweise kompensieren, es gäbe jedoch keinen Impuls, die wichtige Projektarbeit in diesen schweren Zeiten aufrecht zu erhalten und weiter zu führen. „Gerade jetzt brauchen wir die Vereine und Communities, um unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken“, sagt Weber.

„Vor allem kleine Initiativen und die vielen Migrantenselbstorganisationen stehen aktuell und auf absehbare Zeit vor besonderen Herausforderungen – in ihrem Vereinsleben, aber auch im Kontakt zu ihren Mitgliedern und Nachbarn. Sie zu unterstützen und in dieser schwierigen Zeit zu stärken ist unverzichtbar für unser gutes Zusammenleben in Zeiten von Corona und danach“, ergänzt die Dezernentin. So könnte das Geld beispielsweise dafür verwendet werden, die Informations- und Beratungsangebote der Communities zu digitalisieren, um so den Kontakt zu den Mitgliedern und in die Bevölkerung aufrecht zu erhalten.

„Die Krise betrifft uns alle – aber auf unterschiedliche Weise“, sagt Weber. „Denn einige Menschen in unserer Stadt sind von ihr stärker betroffen als andere, im Berufsleben und privat.“ Deswegen fordere uns diese Krise auch als Gemeinschaft heraus, so die Integrationsdezernentin, nämlich in der Bereitschaft, einander zu helfen. „Mein großer Dank gilt schon jetzt den Gemeinden vieler Religionsgemeinschaften und den zahlreichen Kulturvereinen, die oft im Stillen viel für Nachbarschaftshilfe und in den eigenen Communities wirken. Dieses Engagement ist unverzichtbar.“

Die Mittel werden im Förderbereich des AmkA bereitgestellt und sollen die Programme von Bund und Land ergänzen. „Dies ist ein klares Signal dafür, dass dieser Bereich unseres städtischen und ehrenamtlichen Lebens von gleicher Wichtigkeit ist wie andere Bereiche auch“, sagt Weber. „Ich bin sehr erleichtert, dass es gelungen ist, diese für viele Vereine wichtige Anschubfinanzierung für ihre Projektarbeit bereit zu stellen, um auch zukünftig das breite Engagement unserer vielfältigen Kultur- und Vereinslandschaft zu sichern.“

Informationen und Fördervoraussetzungen sind auf http://amka.de/foerderung verfügbar. Für ein vereinfachtes Verfahren und eine möglichst große Breitenwirkung ist die Förderung auf 2.500 Euro pro Projekt begrenzt. (ffm)