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18 Kapellen spielen beim Frankfurter Zug

Am Sonntag wird sonniges Wetter erwartet

Der große Rat als Dachorganisation der Frankfurter Fastnachtvereine und Veranstalter des Fastnachtszuges rechnet beim Umzug am Sonntag, dem 3. März, mit rund 400 000 Zuschauern. „Wenn es sonniges Wetter gibt, wie vorausgesagt, können es auch noch mehr sein“, so Zugmarschall Mario Wollnik.

Foto: Karl-Heinz Stier

Foto: Karl-Heinz Stier

203 Zugnummern werden diesmal auf die 4 Kilometer verkürzte Strecke geschickt, darunter über 80 Komitee-Wagen und 12 Motivwagen. Die Hauptwache wird aus organisatorischen Gründen gesperrt. Erstmals treten 18 Musikkapellen mit 550 Musikern auf - so viel wie selten zuvor. Die am weitesteten gereiste Gruppe kommt aus dem Schwarzwald, ansonsten sind Musiker aus vielen Teilen der Bundesrepublik dabei. Dazu kommen 100 Aktive wie etwa Tänzer, Fahnenschwenker, Indianer und Schwellköpp. Alles in allem sind es 3 120 aktive Teilnehmer.

Und noch ein paar Zahlen: Für die Sicherheit sorgen 80 Einsatzkräfte, 25 Fußtrupps für die Erstversorgung, 5 Rettungsfahrzeuge, 30 THW-Mitarbeiter und 240 privates Sicherheitspersonal. Entlang der Zugstrecke werden 2 900 Meter Gitter aufgestellt.

Das Prinzenpaar wird von der FES, der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, als dem prinzliches Haus präsentiert. Die Tollitäten sind Pascal I. (Assistent der Geschäftsführung) und Selina I. (kaufmännische Angestellte). Das Unternehmen stellt bereits zum zweiten Mal nach 1998 das Prinzenpaar. Um zu zeigen, dass es nicht immer Neues braucht, hat das Prinzenpaar auf seinen Veranstaltungen eigens designierte Roben aus Recycling-Material getragen. Die beiden werden diese Kleidung auch beim Umzug zeigen. Die Präsentation ihrer Tollitäten lässt sich die FES auch einiges kosten. Da man sich mit genauen Angaben zurückhält, wird nach Experten das Sponsoring rund 60 000 Euro kosten.

Start des Zuges am Sonntag ist um 12.21 Uhr am Westhafen, an der Ehrentribüne, die mit 650 Plätzen ausverkauft ist, wird der Umzug zwischen 13.01 Uhr und 13.11 Uhr erwartet. Um 13.15 Uhr beginnt die Fernsehübertragung. Mit dem Zug-Ende auf dem   Römerberg wird gegen 16.45 Uhr gerechnet.

Danach tritt die FES-Straßenreinigung in Aktion (nach ihrem Motto: „Frankfurts Straßen sind ne Zier, keiner macht das so wie wir“), denn bei keinem anderen Event in Frankfurt wird die Innenstadt stärker verschmutzt als beim Fastnachtsumzug. Je nach Wetter und Beteiligung entstehen an diesem Tag binnen weniger Stunden zwischen 8 und 10 Tonnen Müll. 2018 waren es 9,5 Tonnen. „Die FES ergänzt im dritten Jahr mit Müllwagen als mobile Sperren das Sicherheitskonzept der Ordnungskräfte“, wie Geschäftsführer Benjamin Scheffler mitteilte.