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Letzte Aktualisierung: 06.12.2019

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14 000 Fachleute in Hessen können helfen, wenn es mit dem Abfluss klemmt - Zum Welttoilettentag am 19. November 2019

von Helmut Poppe

(19.11.2019) 99,6 Prozent der hessischen Bevölkerung sind an die öffentliche Abwasserentsorgung angeschlossen. Ausbildungsberuf im Sanitärbereich ist beliebt. Hessisches Kanalisationsnetz würde fast einmal um die Erde reichen

Sanitärwesen Hessen 2018
Foto: StatistikHessen
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Anders als anderswo in der Welt haben in Hessen fast alle Einwohnerinnen und Einwohner einen kurzen Weg zur Toilette, ob daheim, bei der Arbeit oder unterwegs. 598 hessische Betriebe und Einzelunternehmer kümmerten sich im Jahr 2018 um die Errichtung und Instandhaltung von Sanitäranlagen. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren in den Betriebe 14 217 Personen tätig. In einer einschlägigen Ausbildung befanden sich 2 769 Personen. Die Anlagenmechanikerin bzw. der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik zählt zu den 10 beliebtesten Ausbildungsberufen in Hessen.

Angaben zum Netz der öffentlichen Sammelkanalisation erfasste die amtliche Statistik zuletzt für das Jahr 2016. Dieses Netz umfasste knapp 39 700 Kilometer und entsprach damit fast dem Erdumfang am Äquator. Davon nahmen 29 400 Kilometer Mischwasser- und 4 600 Kilometer Schmutzwasserkanäle die Abwässer aus dem menschlichen Gebrauch auf. Die restlichen 5 700 Kilometer waren Regenwasserkanäle. 6,15 Millionen hessischer Einwohnerinnen und Einwohner (99,6 Prozent) waren 2016 an eine der 687 öffentlichen Kläranlagen angeschlossen. Die Anforderungen an die Abwasserbehandlung steigen beständig und erforderten im Jahr 2016 Investitionen der Entsorgungswirtschaft von rund 120 Millionen Euro.

Mit dem Welttoilettentag am 19. November weisen die Vereinten Nationen auf die grundlegende Bedeutung von Sanitärsystemen hin .