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100 Jahre Route 66

Auf den Spuren der Mother Road durch Chicago

Wenn die USA im Jahr 2026 ihren 250. Geburtstag feiern, rückt zugleich ein weiteres bedeutendes Jubiläum in den Fokus: Die legendäre Route 66 wird 100 Jahre alt. Die knapp 4.000 Kilometer lange Fernstraße von den Großen Seen bis zur Pazifikküste gilt bis heute als Inbegriff des amerikanischen Roadtrips, und ihr offizieller Startpunkt liegt in Chicago. Auch wenn die ursprüngliche Route 66 längst Geschichte ist, prägt ihr Mythos viele Stadtteile weiterhin und bleibt im Stadtbild sichtbar.

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100 Jahre Route 66
Foto: Choose Chicago

Wenn die USA im Jahr 2026 ihren 250. Geburtstag feiern, rückt zugleich ein weiteres bedeutendes Jubiläum in den Fokus: Die legendäre Route 66 wird 100 Jahre alt. Die knapp 4.000 Kilometer lange Fernstraße von den Großen Seen bis zur Pazifikküste gilt bis heute als Inbegriff des amerikanischen Roadtrips, und ihr offizieller Startpunkt liegt in Chicago. Auch wenn die ursprüngliche Route 66 längst Geschichte ist, prägt ihr Mythos viele Stadtteile weiterhin und bleibt im Stadtbild sichtbar.

Anfang und Ende einer Legende
Die Route 66 entstand im Zuge des Autobooms der 1920er Jahre. Das damalige, größtenteils unbefestigte Straßennetz der USA stieß zunehmend an seine Grenzen. Mit dem Federal Aid Highway Act von 1921 wurde der Ausbau eines landesweiten Verkehrsnetzes beschlossen. Dies legte die Grundlage für die spätere Verbindung von Chicago nach Santa Monica. Im Jahr 1926 wurde die Route 66 offiziell eröffnet. In Illinois folgte sie zunächst der zweispurigen Straße SBI4 entlang des Pontiac Trail ab Cicero. Später wurde der Startpunkt aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens an die Kreuzung von Michigan Avenue und Jackson Boulevard in Chicago verlegt.

Bis heute markiert die Ogden Avenue den historischen Verlauf der Route 66 durch die Stadt. Während ihrer Blütezeit reihten sich hier hunderte Autowerkstätten, Reifenhändler und Autohäuser aneinander. Der Bau der Interstate 55 in den 1960er Jahren, die Autofahrern eine schnellere und bequemere Alternativstrecke für die Reise nach und aus Chicago heraus bot, läutete das Ende dieser Epoche ein. Im Jahr 1977 wurden die letzten offiziellen Schilder entfernt, zahlreiche Betriebe schlossen und die Ogden Avenue verlor ihre Bedeutung als zentrale Verkehrsader.

Spuren einer prägenden Vergangenheit
Einige Orte bewahren das Erbe der Route 66 jedoch bis heute. In Tri-Taylor gehört Lulu’s Hot Dogs zu den beständigen Zeugnissen dieser Zeit. Der Imbiss wurde 1968 gegenüber dem damaligen Cook County Hospital eröffnet, wird nach wie vor familiengeführt und hat seinen ursprünglichen Charakter bewahrt.

In North Lawndale pflegen kleinere, inhabergeführte Autoteilehändler und Werkstätten ihre Verbindung zur Route 66. Nachdem viele Betriebe infolge der Verkehrsverlagerung schließen mussten, erhalten einige der verbliebenen Werkstätten bis heute Relikte aus der automobil geprägten Vergangenheit des Viertels. Im Douglas Park, der grünen Lunge der Ogden Avenue, erinnert ein großflächiges Wandgemälde eindrucksvoll an die Ära der Route 66.

Route 66 Must-Sees in Chicago

  • Startpunkt der Route 66 in der Michigan Avenue: Ein Marker gegenüber dem Art Institute kennzeichnet den historischen Beginn der Straße.
  • Willis Tower Skydeck: Von der Aussichtsebene lässt sich der Verlauf der Route 66 durch Chicago nachvollziehen. Interaktive Displays zeigen die architektonische Entwicklung der Stadt.
  • Chicago History Museum: Ausstellungen zur Automobilgeschichte, zur Great Migration und zum Wandel Chicagos im frühen 20. Jahrhundert.
  • Berghoff Restaurant: Eines der ältesten noch bestehenden Restaurants entlang der Route 66. Das Haus wurde 1898 in der Adams Street gegründet.
  • Lou Mitchell’s: Ein Kult-Diner seit 1923 am Jackson Boulevard, bekannt für Frühstück und Mittagessen und ein beliebter Stopp für Route-66-Reisende.
  • Lulu’s Hot Dogs: Seit 1968 bestehender Imbiss an der Leavitt Street mit klassischen Chicago-Hotdogs und Erinnerungsstücken aus der Route-66-Ära.
  • Ferrara Bakery: Eine 1908 gegründete Bäckerei in der Taylor Street, berühmt für traditionelle italienische Backwaren wie Cannoli.

Weitere Informationen zum Thema finden sich unter choosechicago.com/route66