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Letzte Aktualisierung: 23.07.2021

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100 Jahre für die Kultur und Kunst

von Ilse Romahn

(15.07.2021) Das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main begeht sein Jubiläumsjahr: Mit Inkrafttreten einer Dienstordnung und der Schaffung einer Dienststelle – dem heutigen Kulturamt – nahm die sogenannte Deputation für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung in Frankfurt 1921 ihre Arbeit auf.

Deren Aufgabe bestand darin, die städtischen Einrichtungen der Kultur zu verwalten, den Etat aufzustellen und zu überwachen, Zuständigkeitsfragen zwischen ihnen zu schlichten und Anregungen zu geben.

Seitdem geht die Frankfurter Kulturverwaltung ihrer zentralen Funktion nach, gute Bedingungen für die Entfaltung von Kunst und Kultur zu schaffen. Zahlreiche Maßnahmen wurden in den vergangenen Jahrzehnten unterstützt und Angebote geschaffen, die dem kulturellen Leben in Frankfurt zugutekommen und Frankfurt bis heute als Kulturstadt europäischer Prägung profilieren.

„Gerade in der aktuellen Pandemiezeit zeigt sich die fundamentale Bedeutung einer kontinuierlichen und unbürokratischen Förderung. Unser Kulturamt unterstützt Künstlerinnen und Künstler, Projekte und Initiativen, es vergibt Stipendien, hält Gebäude instand und sichert Proben- und Atelierräume in einer immer dichter werdenden Stadt. Mit Angeboten wie dem Kultur- und Freizeitticket und der MuseumsuferCard trägt es maßgeblich zu einer lebendigen und offenen Kulturlandschaft bei. Der engagierten Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter der Leitung von Sybille Linke gilt daher mein besonderer Dank“, gratuliert Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Kulturamtsleiterin Linke ergänzt: „Das Kulturamt der Stadt Frankfurt wirkt bürgernah, agiert aber häufig im Hintergrund. Im Stadtbild und ihrem Alltag begegnen dabei die Menschen fast täglich unserer Arbeit, die neben der Kulturförderung die Instandhaltung von Brunnen und Kunst im öffentlichen Raum sowie das Anbringen von Gedenktafeln ebenso umfasst wie die Förderung von kulturellen Vereinen und Stadtteilkultur oder die Sanierung von Kulturliegenschaften. Mit eigenen Angeboten wie beispielsweise dem Kunstvermittlungsprojekt ‚You&Eye‘ laden wir zudem Frankfurterinnen und Frankfurter aller Altersgruppen ein, an Kunst und Kultur zu partizipieren. Nicht zuletzt gehört die administrative Unterstützung unserer sehenswerten städtischen Museen in unseren Zuständigkeitsbereich.“

Anlässlich seines runden Geburtstags und unter Berücksichtigung der pandemiebedingten Einschränkungen begeht das Kulturamt das Jubiläum maßvoll: Mit einer Recherche zu seiner Geschichte und einer Publikation zur ereignisreichen Vergangenheit, zu Meilensteinen seines Wirkens für das Frankfurter Kulturleben ebenso wie mit einer Bestandaufnahme der heutigen Tätigkeit lädt das Kulturamt Bürgerinnen und Bürger, Kunst- und Kulturakteurinnen und -akteure, Initiativen und Institutionen sowie Kolleginnen und Kollegen ein, sich mit der städtischen Kulturverwaltung zu beschäftigen und ihre Arbeitsbereiche kennenzulernen. Die Publikation erscheint im Frühherbst. Parallel dazu entsteht eine mehrteilige fotografische Arbeit des Künstlers Peter Seidel, der das Zusammenspiel von Kulturverwaltung und Frankfurter Kulturleben beleuchtet.

Eine kuratierte Ausstellung aus den Beständen der Städtischen Kunstsammlung zeigt ab Dezember selten gesehene Gemälde und Kunstwerke von Frankfurter Künstlerinnen und Künstlern aus den vergangenen Jahrzehnten und leitet zugleich zu einem weiteren 100-jährigen Jubiläum über: Die Städtische Kunstsammlung nahm mit der Gründung der Frankfurter Künstlerhilfe ihren Anfang und besteht seit dem Jahr 1922. Als „Flurausstellung“ werden zum Jahresende ausgewählte Exponate im Kulturamt zu sehen sein – eine Reminiszenz an die Kommunale Galerie, deren erste Ausstellungen in den Fluren des Kulturamts gezeigt wurden.

Kultur vermitteln, fördern und kommunizieren - das sind die Kernaufgaben des Kulturamtes der Stadt Frankfurt am Main. Jährlich werden rund 500 einzelne Künstlerinnen und Künstler, künstlerische Projekte und Institutionen aus den Bereichen Bühne, Literatur, Musik, Museen, bildende Kunst, Stadtteilkultur, Film und Wissenschaft unterstützt. Die acht städtischen Museen werden in administrativer Hinsicht durch das Kulturamt betreut. Neben zahlreichen eigenen Veranstaltungen, zu denen unter anderem die jährlich stattfindende „Nacht der Museen“, das zweijährliche Literaturfestival „literaTurm“, und gelegentliche Ausstellungen sowie Veranstaltungsformate wie die Frankfurter Ateliertage gehören, betreut das Kulturamt auch die Denkmäler, Brunnen, Preise und Kunstwerke im öffentlichen Raum. Das Kulturamt beschäftigt derzeit 66 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Aktuelle Informationen finde sich unter http://www.kultur-frankfurt.de im Internet. (ffm)