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Letzte Aktualisierung: 29.05.2020

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1. Zeilsheimer Tennisclub startet in die Sommersaison

von Heide Noll

(15.05.2020) Mit etwas Verspätung beginnt für Tennisfreunde die Sommersaison. Wegen Corona war das Ausüben des Sports bis zum 9. Mai verboten.

So soll die Traglufthalle auf der Anlage des 1. Zeilsheimer Tennisclubs auf der „Hohen Kanzel“ aussehen.
Foto: 1. Zeilsheimer Tennisclub
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Die Pläne für den Bau einer Traglufthalle beim 1. Zeilsheimer Tennisclub waren davon jedoch nicht betroffen. Die Vorbereitungen liegen im Zeitplan, ab Oktober werden die Zeilsheimer die Wintersaison erstmals in einer eigenen Halle spielen.

Bislang verteilte sich das Wintertraining auf verschiedene Standorte. Vor allem in Sindlingen, Kelsterbach und Höchst kamen Mannschaftsspieler, Freizeitspieler, Kinder und Jugendliche während der kalten Jahreszeit unter. Das war mit einigem Aufwand verbunden. Jetzt steht der Sindlinger Tennisclub vor der Auflösung, seine Halle nicht mehr zur Verfügung. Drei Viertel seines Kinder- und Jugendtrainings hat der Zeilsheimer Club dort abgehalten. Da Tennis gerade einen Aufschwung erlebt, war es nicht möglich, den Ausfall sinnvoll zu kompensieren. „Wir bekommen einfach keine zusammenhängenden Hallenzeiten. Das Pendeln zwischen verschiedenen Standorten ist für unseren Trainer Antun Recic kaum machbar und nicht zumutbar“, fasst Vorsitzende Gudrun Katzenbach zusammen. Die Schwierigkeiten, jedes Jahr einen Wintertrainingsplan zu erstellen, waren der Hauptgrund, warum sich der Verein dazu entschieden hat, in eine eigene Halle zu investieren.

Ab 2017 trugen Vorstandsmitglieder Informationen und Angebote zusammen. In einer außerordentlichen Versammlung im Januar 2020 beschlossen die Mitglieder einstimmig, eine Traglufthalle mit zwei Plätzen anzuschaffen. Sie wird die Tennisplätze Eins und Zwei direkt vorm Clubhaus überspannen und jeweils im Herbst auf- und im Frühjahr wieder abgebaut. Die Kosten für das gesamte Hallenprojekt werden wahrscheinlich über 200 000 Euro liegen. Im Rahmen der „Tennisoffensive Frankfurt“ übernimmt die Stadt die Hälfte. Vom Land werden 25 Prozent Zuschuss erhofft. Mitglieder gewähren dem Verein zinslose Darlehen, die restliche Summe wird über eine Bank finanziert. Durch Mieteinnahmen soll sich die Investition über die Jahre amortisieren.

Zwischenzeitlich ist der Bauantrag genehmigt. Alle Anträge auf Zuschüsse sind gestellt, weitere Vorarbeiten in Planung. Um die Heizung für die Tennishalle effizienter zu machen, wird der Club die Gasversorgung von Propan- auf Erdgas umstellen. „Das wird, im Vergleich zu unseren früheren Bauvorhaben, viel Arbeit“, weiß Gudrun Katzenbach: „Aber ich bin überzeugt, das bringt uns voran.“

Mitglieder können schon jetzt ihre Wünsche über Stunden-Abonnements beim Vorstand einreichen. Tennisfreunde anderer Vereine oder Einzelspieler erhalten ab Sommer die Möglichkeit, ebenfalls Stunden zu buchen. Dafür wird ein Buchungsportal über eine kostenlose App eingerichtet.

Die Halle ist auf gutem Weg, die Clubanlage auf der „Hohen Kanzel“ bereit für die Sommersaison, Tennisspielen wieder erlaubt: Der Zeilsheimer Tennisclub sieht optimistisch in die Zukunft. Schade finden die Mitglieder nur, dass die gesellige Saisoneröffnung im April dem Corona-Bann zum Opfer gefallen ist. Traditionell erlassen sie allen, die an diesem Tag dem Club beitreten, im ersten Mitgliedsjahr die Hälfte des Beitrags. „Aufgrund der besonderen Umstände erweitern wir dieses Angebot für 2020 aufs ganze Jahr“, hat der Vorstand beschlossen.

Nähere Informationen und Kontaktpersonen finden sich auf der Internetseite unter www.zeilsheimer-tennisclub.de