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Letzte Aktualisierung: 30.09.2022

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Übernachtungszahlen überschreiten Vorpandemie-Niveau

von Ilse Romahn

(20.09.2022) Die Beherbergungsbetriebe in Frankfurt am Main konnten im Monat Juli dieses Jahres 557.239 Gäste (+ 140,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und 963.797 Übernachtungen (+ 122,6 Prozent) verzeichnen und lagen damit über dem Rekord vom Juli 2019 vor Pandemiebeginn.

369.908 Gäste (+ 121,4 Prozent) und daraus resultierende 608.038 Übernachtungen (+ 100,5 Prozent) aus Deutschland entsprachen sogar einem neuen Monats-Höchstwert der Inlandszahlen. Auch die Zahlen der Gäste aus dem Ausland stiegen im Vergleich zum Vorjahr mit 187.331 Gästen (+ 189,4 Prozent) und 355.759 Übernachtungen (+ 174,4 Prozent) bemerkenswert an, wenn auch noch nicht ganz auf das Niveau vor Beginn der Pandemie.
 
Von Januar bis Juli wurden insgesamt 2.406.259 Übernachtungsgäste (+ 211,1 Prozent) und 4.416.795 Übernachtungen (+ 179 Prozent) erfasst. Das erste Quartal des Jahres war noch signifikant durch das Infektionsgeschehen geprägt. Ab dem zweiten Quartal wurde durch Aufhebung vieler Einschränkungen die Lücke zum Vorkrisenniveau beständig kleiner. Die steigenden Übernachtungszahlen zeigen, dass die Reiselust in fast allen Ländern früher als erwartet wieder steigt und Geschäftsreisen sowie privat motivierte Städtereisen wieder stattfinden.
 
Im Vergleich zu den 262 im Vorjahresmonat geöffneten Beherbergungsbetrieben waren im Juli dieses Jahres 277 Betriebe geöffnet und boten 59.489 Betten zur Übernachtung an. Die durchschnittliche Bettenauslastung der buchbaren Betten von Januar bis Juli lag bei 35 Prozent und die durchschnittliche Verweildauer des einzelnen Übernachtungsgastes bei 1,84 Tagen.
 
Alle internationalen Quellmärkte wiesen steigende Übernachtungszahlen auf. Allerdings gab es deutliche Unterschiede zwischen den Auslandsmärkten:
Die USA blieben mit 252.522 Übernachtungen weiterhin der größte ausländische Quellmarkt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Übernachtungen um 325,9 Prozent.
 
Die Übernachtungen aus China nahmen im Vergleich zu 2021 weiter zu, blieben mit 23.808 allerdings erneut deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Damit gehört der frühere zweitgrößte Quellmarkt abermals nicht zu den Top Ten Märkten im internationalen Vergleich. Allgemein zeigten sich die Reisenden aus Asien noch verhalten im Vergleich zu anderen Märkten.
 
Die größten internationalen Quellmärkte bezogen auf die Übernachtungen waren das Vereinigte Königreich mit 101.838 Nächten (+ 276,9 Prozent), Spanien mit 78.050 Übernachtungen (+ 298,9 Prozent) und die Niederlande mit 82.275 Übernachtungen (+ 288,3 Prozent).
 
Die größte Zuwachsrate unter den ausländischen Übernachtungen zeigte erneut Brasilien mit 24.947 Übernachtungen und 1729 Prozent Steigerung. (ffm)