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Letzte Aktualisierung: 29.07.2021

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Über 200.000 Euro für ein buntes Ferienprogramm

von Ilse Romahn

(14.07.2021) Sozialdezernentin Prof. Daniela Birkenfeld stellt gemeinsam mit der Frankfurter Sportjugend umfangreiches Maßnahmenpaket vor.

Sozialdezernentin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld und Sportjugend-Geschäftsführer Peter Benesch am Freizeit- und Kulturzentrum Rödelheim der Sportjugend Frankfurt
Foto: Stadt Frankfurt / Sozialdezernat
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Den Kindern und Jugendlichen in Frankfurt nach anstrengenden Corona-Monaten ein vielfältiges Sommerferienprogramm bieten: Das ist das Ziel von Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld. Denn gerade in dieser Zeit brauchen die Familien, Kinder und Jugendlichen gute und vielfältige Freizeitangebote, die ihnen ermöglichen mit Freunden zusammen zu sein, etwas zu erleben und aus der Isolation zu treten. Aus diesem Grund hat sie gemeinsam mit der Frankfurter Sportjugend ein umfassendes Maßnahmenpaket auf die Beine gestellt, um die Angebotsvielfalt in den großen Ferien zu fördern.

Eine Säule des Maßnahmenpaketes bildet ein einmaliges Förderprogramm in Höhe von 150.000 Euro: Zur Bewerbung sind alle anerkannten Träger der freien Jugendhilfe nach §75 SGB VIII im Stadtgebiet Frankfurt am Main aufgerufen, die bereits Zuschüsse aus dem Jugend- und Sozialamt erhalten. Die Mittel stammen aus dem Jugendhilfeetat.

„Mit dem Förderprogramm werden wir die aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit in den Sommerferien noch einmal verstärken“, sagt Birkenfeld. Ziel des Programms ist es, dass Kinder und Jugendliche in den Ferien an ihren Treffpunkten, also vor allem unter freiem Himmel, aufgesucht werden – vornehmlich abends und am Wochenende. Das können beispielsweise Workshops oder Ausflüge, sogenannte Pop Up-Angebote wie „Chill&Grill“ oder Musiksessions, Streetart und Fahrradtouren in den Stadtteilen sein. Als zentrale Anlaufstelle für Interessierte dient seit 1. Juli die Website http://www.frankfurt-macht-ferien.de : Dort kann man sich gebündelt alle Angebote ansehen und sich auch für die Teilnahme anmelden.

Zweiter Teil des Paketes ist das bereits allseits bekannte „Projekt Hafenpark“: Vertreterinnen und Vertreter der Sportjugend gehen im Hafenpark aktiv auf die Jugendlichen zu und sprechen sie auf Abstandsgebote und Maskenpflicht an. „Die präventiven Hinweise auf konformes Verhalten haben und hatten durch die jugendgerechte Ansprache Erfolg“, betont Sportjugend-Geschäftsführer Peter Benesch.

Darüber hinaus hat die Sportjugend gemeinsam mit dem Sozialdezernat eine zusätzliche Unterstützung des Sommerprogramms der Sportvereine realisieren können: Über 20 Vereine können durch eine Förderung in Höhe von 80.000 Euro zusätzliche Angebote realisieren. „Bewegung, Aktivität, Sport und Spiel sind gerade in den Sommerferien besonders wichtig im Alltag der Kinder und Jugendlichen. Damit wollen wir unseren Teil dazu beitragen, die Folgen des coronabedingten Bewegungsmangels auszugleichen“, betont Benesch.

Die vierte Säule des Maßnahmenpaketes bilden die städtischen Ferienfreizeiten und das beliebte Frankfurter Ferienkarussell: „Ich bin froh, dass wir aufgrund der aktuell niedrigen Inzidenzen in den Sommerferien 30 Veranstaltungen mit insgesamt 382 Plätzen anbieten können“, sagt Birkenfeld. Die Angebote reichen von Bogenschießen über Fußball- und Reitcamps bis hin zu Musikvideo-Workshops und Kunstkursen. „Die Vielfalt ist riesig und für jeden und jede ist etwas dabei.“

Den letzten Baustein des Pakets bildet der Ideenwettbewerb „Jugend trotz(t) Corona“, den das Jugend- und Sozialamt ausgelobt hat: Geehrt werden Projekte und Veranstaltungen, die die Kontaktbeschränkungen mit innovativen Ideen oder digitalen Medien überwinden. Dafür stehen Preisgelder in Höhe von insgesamt 5000 Euro zur Verfügung. Teilnehmen konnten alle Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit und Vereine und Initiativen, die in Frankfurt am Main tätig sind.

„Während der Pandemie sind auch viele kreative Ideen entstanden. Von Online-Kochkursen bis zu Präsenzveranstaltungen mit besonderen Hygienekonzepten ist eine große Angebotsvielfalt entstanden. Das wollen wir weiter fördern“, erklärt die Sozialdezernentin. Eine Jury hat die rund 30 Bewerbungen bereits gesichtet und wird die Gewinnerinnen und Gewinner voraussichtlich Anfang September prämieren – wenn möglich in einer Präsenzveranstaltung.

„Mit dem umfassenden Maßnahmenpaket gehen wir einen weiteren Schritt, um Kinder und Jugendliche in Zeiten der Pandemie besonders zu unterstützen. Ich bin froh, dass dank der derzeit konstant niedrigen Inzidenz wieder mehr Angebote möglich sind“, sagt Birkenfeld. (ffm)