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Letzte Aktualisierung: 04.08.2020

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­Ein Abend, zwei Ausstellungen mit Late-Night-Führungen am 11. Januar in der Schirn

von Ilse Romahn

(07.01.2020) Noch bis zum 12. Januar 2020 widmet die Schirn Kunsthalle der Pionierin des abstrakten Expressionismus „Lee Krasner“ ihre erste Retrospektive in Deutschland und präsentiert parallel in der Ausstellung „Hannah Ryggen. Gewebte Manifeste“ die beeindruckenden, politischen Bildteppiche der schwedisch-norwegischen Künstlerin.

Am letzten Samstag, 11. Januar, lädt die Schirn ab 19 Uhr zum Saturday before Closing in beide Ausstellungen ein, die an diesem Abend bis 24 Uhr geöffnet sind. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein besonderes Programm.
 
Musikalisch wird der Abend von dem DJ Kollektiv GG Vybe gestaltet. Ab 19 Uhr legen die Frankfurterinnen im Foyer der Schirn dynamische Sets aus HipHop, Future Beats, R’n’B, Italo Disco und House auf und sorgen bis 24 Uhr für durchgängig tanzbare Sounds. In der Ausstellung „Lee Krasner” finden zwischen 20 und 22 Uhr Jazz Drum Performances mit dem Musiker Holger Nesweda statt. In Reminiszenz an die New Yorker Jazz-Szene der 1930er-Jahre und angeregt von dem expressiven Farbauftrag der Künstlerin entwickelt Nesweda am Schlagzeug rhythmische Stücke, die die Energie und Wandlungsfähigkeit in Lee Krasners Werk einfangen. Zudem finden in beiden Ausstellungen Late-Night-Führungen statt: Die Kuratorin Ilka Voermann erläutert um 22 Uhr Fakten und Hintergründe der Ausstellung „Lee Krasner“. Um 23 Uhr führt die kuratorische Assistentin Johanna Laub ein letztes Mal durch „Hannah Ryggen. Gewebte Manifeste“.

Die Ausstellungen  
Lee Krasner
Lee Krasner gilt als Pionierin des abstrakten Expressionismus in den USA. Die Schirn widmet der Künstlerin eine große Retrospektive und präsentiert Hauptwerke der Künstlerin, darunter Gemälde, Collagen und Zeichnungen, sowie Fotografien und Filmaufnahmen. Die Ausstellung erzählt die Geschichte einer der unbeirrbarsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, die sich im New York der 1940er-Jahre neben Künstlern wie Mark Rothko, Barnett Newman und Jackson Pollock bewegte. Anders als andere Künstler dieser Zeit entwickelte Krasner nie einen „signature style“, sondern reflektierte ihre Praxis mit dem Anspruch, ihre Bildsprache stets neu zu erfinden. Für die Ausstellung konnte die Schirn Leihgaben aus zahlreichen internationalen Museen, öffentlichen und privaten Sammlungen gewinnen und in Frankfurt zusammenführen. Viele der Werke sind erstmals in Deutschland zu sehen.
 
Hannah Ryggen. Gewebte Manifeste
Von einem kleinen autarken Bauernhof an der Westküste Norwegens aus schuf Hannah Ryggen (1894–1970) mit ihren monumentalen Wandteppichen ein eindrucksvolles, politisch inspiriertes Werk. Sie lancierte bildliche Angriffe auf Hitler, Franco und Mussolini und setzte sich damit deutlich vernehmbar für die Opfer von Faschismus und Nationalsozialismus ein. Die Schirn widmet der schwedisch-norwegischen Künstlerin eine große Einzelausstellung und gewährt dem Publikum in Deutschland erstmals einen umfassenden Einblick in ihr Œuvre. In den rund 25 gezeigten Tapisserien greift Ryggen grundlegende Themen des Menschseins und des Lebens in der Gesellschaft auf: die Gräueltaten des Krieges, Machtmissbrauch, die Abhängigkeit von der Natur und die Verbindungen zu Familie und Mitmenschen.

Ort Schirn Kunsthalle Frankfurt, Römerberg, 60311 Frankfurt am 11. Januar ab 19 Uhr
Tickets im VVK online unter www.schirn.de Eintritt. Einlass zu den Veranstaltungen mit dem jeweils gültigen Ausstellungsticket: Hannah Ryggen. Gewebte Manifeste 10 €, ermäßigt 8 €, Lee Krasner 12 €, ermäßigt 10 €, Kombiticket für beide Ausstellungen 18 €, ermäßigt 10 €, Six-Pack-Angebot im VVK sechs Kombitickets für beide Ausstellungen für 60 €.

www.schirn.de
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