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Letzte Aktualisierung: 30.09.2022

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‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘

Bildungsdezernentin Weber gratuliert Elisabethenschule zur Zertifizierung

von Ilse Romahn

(19.06.2020) Die Bildungsstätte Anne Frank hat der Elisabethenschule am Mittwoch, 17. Juni, das Zertifikat „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen.

Die Patenschaft für die Schule übernehmen Daniel Cohn-Bendit, deutsch-französischer Publizist und Politiker, und Bela Cohn-Bendit, ehemaliger Schüler der Elisabethenschule.

„Es geht nicht nur darum, gegen Rassismus zu sein, es geht auch darum, es zu zeigen!“ Als die Schülervertretung im vergangenen Jahr vorschlug, eine „Schule ohne Rassismus“ zu werden, fand der Vorstoß große Zustimmung bei Schülern, Lehrern und Eltern. Nun feierte die Schule am 17. Juni ihre Zertifizierung als eine von über 3000 Netzwerkschulen.

Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber gratuliert der Elisabethenschule herzlichst zur Aufnahme in das Netzwerk und würdigt das Engagement der Schüler sowie der Lehrkräfte und Schulleitung. „Durch das Projekt ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘ mischen sich Schulen in die Demokratie ein und verteidigen Werte, die ihnen wichtig sind. Rassismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, dass auch gesamtgesellschaftlich bekämpft werden muss. Ich danke der Elisabethenschule daher für ihr Engagement und biete ihr und jeder weiteren Schule meine Unterstützung im Kampf gegen Rassismus an!“

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein bundesweites Netzwerk. Eine Schule, die diesen Titel trägt, verpflichtet sich dazu, sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt zu stellen. Alle Mitglieder der Schulgemeinde sollen sich aktiv gegen Diskriminierung an ihrer Schule einzusetzen und Konflikte offen lösen. Um den Umgang damit zu lernen und Lösungsideen zu erhalten, findet jährlich mindestens ein Projekt zum Thema Diskriminierungen statt. Die Schülervertretung ist für Schüler die Anlaufstelle für Workshopwünsche und bietet eine Austauschplattform für Schwierigkeiten und Problemen mit Diskriminierung.

Als Auftakt führte die Elisabethenschule im vergangenen Herbst einen Projekttag gegen Diskriminierung durch. Eingeleitet wurde der Tag mit einem Impulsvortrag zum Thema Alltagsrassismus von Yanni Fischer, Landeskoordinator des Netzwerks in Hessen, das an der Bildungsstätte Anne Frank angesiedelt ist. Für die 9. und 10. Klassen gab es Workshops zu Themen wie Antisemitismus, Rassismus oder Sexismus. Die Q-Phase nahm an der Podiumsdiskussion „Hate Speech“ teil. Gäste der lebhaften Debatte unter der Moderation von Aisha Camara waren unter anderem die Politikerin Janine Wissler und Bela Cohn-Bendit, welcher als Eli-Alumni gemeinsam mit seinem Vater Daniel Cohn-Bendit die Schulpatenschaft für die Elisabethenschule im Rahmen des Netzwerks übernimmt. (ffm)