‚Historische Fischstäbchen‘ und ‚Der Rote Faden‘ im Weltkulturen Museum
Die Entwicklung von Standardgrößen war im 19. Jahrhundert die Grundlage für die serielle Herstellung von Kleidung, die häufig von Näherinnen in Heimarbeit hergestellt wurde. Edle Kleidung wurde somit auch für breitere Gesellschaftsschichten erschwinglich. Wichtiger Bestandteil der damaligen Damenmode war Fischbein. Das gleichermaßen biegsame wie steife Material wurde aus den Barten großer Wale gewonnen und spielte für die Formung der weiblichen Silhouette eine entscheidende Rolle.
Berit Mohr spricht über ein Zeitalter der Mode, in dem die Wale im Atlantik um ihr Überleben kämpften und die Frauen in den Städten begannen ihre Rechte einzufordern.
Um 18 Uhr werden in die Textur der Ausstellung „Der Rote Faden“ in einem Gespräch mit den Besuchern weitere inhaltliche Fäden eingewoben. Objekte der Ausstellung werden aus ethnologischer, postkolonialer, historischer und rassismuskritischer Perspektive in einen neuen Zusammenhang gestellt.
Der Eintritt zum Vortrag im Weltkulturen Labor, Schaumainkai 37, beträgt 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro.
Der Ausstellungsbesuch in „Der Rote Faden“ kostet 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Die Führung ist kostenfrei.
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