‚Gesammelt. Gekauft. Geraubt?‘: Führung in neuer Ausstellung im Weltkulturen Museum
Foto: Wolfgang Günzel
Wie kamen Anfang des 20. Jahrhunderts Ahnenfiguren aus Nias auf den europäischen Kunstmarkt? Weshalb konnte das Museum Anfang der 1940er Jahre in Paris und Amsterdam „günstige“ Ankäufe machen? Handelt es sich bei einem Waffengurt aus Südafrika um Kriegsbeute?
Das sind nur einige Fragen, die bei der Auseinandersetzung mit der hauseigenen Sammlung aufkommen. Bei vielen Objekten ist der Weg ins Museum unklar und der Erwerbskontext kaum dokumentiert. In der Ausstellung „Gesammelt. Gekauft. Geraubt?“ werden diese Fragen anhand von ausgewählten Fallbeispielen aus kolonialem und nationalsozialistischen Kontext beleuchtet. Die in der Ausstellung gezeigten Objektgeschichten machen deutlich, wie wichtig eine langfristige Auseinandersetzung mit der eigenen Sammlung ist. Gleichzeitig wird klar, dass man bei der Aufarbeitung der Erwerbsgeschichten sowie ihrer Provenienzen oft an Grenzen stößt und diese vielfach zu weiteren offenen Fragen führt.
Die Führung kostet 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro inklusive Eintritt und findet im Weltkulturen Labor, Schaumainkai 37, statt.
Dem Museum für Weltkulturen können Interessierte auch auf instagram unter @weltkulturen.museum und #GesammeltGekauftGeraubt? #RaubgutFrankfurt #LootedArtFrankfurt folgen.