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Letzte Aktualisierung: 22.11.2019

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‚Die Sprache der Verfassung‘ am 14. November in der Evangelischen Akademie

Frankfurter Debatte über die Sprache

von Ilse Romahn

(05.11.2019) Wie genau ist die Sprache unseres Grundgesetzes? Was bedeutet „Würde des Menschen“ oder „Volk“? Was bedeutet „Familie“ in Zeiten von Alleinerziehenden, Leihmüttern oder gleichgeschlechtlichen Ehen?

Über die Sprache der Verfassung diskutieren am Donnerstag, 14. November, um 19 Uhr, Rechtswissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler, Politikerinnen und Schriftsteller in der Evangelischen Akademie Frankfurt.

Die Veranstaltung ist die erste in der Reihe „Frankfurter Debatte über die Sprache“, die künftig alljährlich von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung angeboten wird. Damit reagiert sie auf das große öffentliche Interesse an der deutschen Sprache und stellt aktuelle Themen zur Diskussion.

Die sich etablierenden „illiberalen Demokratien“, aber auch das Jubiläum des Grundgesetzes (1949) oder die 2018 durch Volksentscheid veränderte hessische Verfassung werfen die Frage nach dem Stellenwert und der sprachlichen Verfasstheit der Grundregeln auf, die sich ein Gemeinwesen gibt. Sie sollen einfach und entschieden klingen, keine Fremdworte enthalten und keine Rechtskenntnisse voraussetzen. Die Bürger sollen verstehen, worum es geht. Doch ist das wirklich so? Und wie wirken Gesellschaftswandel und Sprachwandel in die Verfassung hinein?

Auch im europäischen Kontext ist die Sprache der Verfassung ein virulentes Thema. Vor dem Hintergrund der Globalisierung und der Verlagerung von Hoheitsrechten auf europäische Institutionen muss die europäische Verfassung weiterentwickelt werden. Haben wir auf der Basis gemeinsamer „Werte“ bereits eine europäische Verfassungssprache jenseits der Nationalsprachen und den in ihnen eingelagerten Elementen historisch gewachsener Rechtskulturen?

Diese Fragen werden in zwei Podiumsrunden erörtert. Um Anmeldung per E-Mail an sekretariat@deutscheakademie.de wird gebeten. Der Eintritt ist frei.

„Die Sprache der Verfassung“ ist in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Frankfurt entstanden und wird von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft unterstützt. (ffm)