»Kassandra« nach Christa Wolf im Schauspiel Frankfurt/Box
Diese Erzählung des trojanischen Krieges, die den antiken Mythos aus der Perspektive der Seherin Kassandra interpretiert, war schon zum Zeitpunkt ihres Erscheinens auf vielen Ebenen lesbar: Als feministische Erzählung, in der eine Frau im Patriarchat versucht, ihre Stimme zu finden, als Erzählung des Kalten Krieges, in der die Parallelen zur Heimat Wolfs, der DDR, deutlich wurden.
Manja Kuhl wird den Text in der Box gemeinsam mit der Live-Musikerin Débora Vilchez auf die Bühne bringen. Das Augenmerk wird hierbei auf der eigenen Stimme liegen, auf dem Erkennen der eigenen Rolle und der Unaufhaltsamkeit von systemimmanenten Abläufen, die ein jeder voraussehen könnte und doch nicht wahrhaben will.
Unter der Regie von Manja spielt Manja Kuhl.
Premiere ist am 3. Oktober, 20.00 Uhr, Box, die nächste Vorstellung: 31. Oktober.
www.schauspielfrankfurt.de
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