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Letzte Aktualisierung: 13.12.2019

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»Geschlossene Gesellschaft« von Jean-Paul Sartre

Premiere am 30. November im Schauspielhaus Frankfurt

von Sandra Strahonja

(20.11.2019) FAUST-Theaterpreisträgerin Johanna Wehner führt Regie in Sartres »Geschlossene Gesellschaft«.

Sie war 2013/14 Mitglied des ersten Jahrgangs des REGIEstudios und inszenierte u.a. »Die Geierwally« von Wilhelmine von Hillern und Maxim Gorkis »Nachtasyl«. Mit »Geschlossene Gesellschaft« gibt sie ihr Debüt im großen Haus.

Lungenentzündung, Gas und zwölf Kugeln – so sind Inès, Estelle und Garcin zu Tode gekommen, bevor sie von einem undurchsichtigen Diener hierher gebracht wurden. In die Hölle, das wissen sie gleich, auch wenn Sartre ohne Höllenfeuer und ähnliches Beiwerk auskommt.

Für Sartre ist die Hölle, in der sich seine drei Antagonisten befinden, eine conditio humana, eine Grenzsituation, aus der es kein Entkommen gibt. Schicht um Schicht legen sie ihre Niederlagen und Grausamkeiten offen. So unterschiedlich sie scheinen, sie verbindet ein gemeinsames Ringen um das, was sie sind, was sie sein wollten und als was sie gesehen werden wollen. Wer bin ich, wer sind die Anderen? Wenn Sartre den Anderen als Hölle beschreibt, dann vielleicht, weil er einem Selbst so ähnlich ist?

Unter der Regie von Johanna Wehner spielen Inès Patrycia Ziolkowska Estelle Anna Kubin Garcin Matthias Redlhammer Kellner Heidi Ecks.

Premiere ist am 30. November, 19.30 Uhr. Weitere Vorstellungen  2. / 7. / 9. / 18. / 20. / 26. Dezember 2019.

www.schauspielfrankfurt.de