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Letzte Aktualisierung: 30.09.2020

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"Oper und Schauspiel gehören ins Zentrum der der Stadt"

Erste Entwürfe wecken Vorfreude

von Ilse Romahn

(12.06.2020) Die SPD-Fraktion bekräftigt ihre Forderung, entweder die Oper oder das Schauspiel am bisherigen Standort am Willy-Brandt-Platz neu zu bauen und favorisiert einen zweiten Standort in unmittelbarer Nähe.

Dr. Renate Wolter-Brandecker
Foto: SPD Fraktion Frankfurt
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Begeistert zeigt sich die SPD-Fraktion über die ersten Entwürfe für den Neubau einer Oper am Rande der Wallanlagen zwischen Alter Oper und Willy-Brandt-Platz. „Das sind tatsächlich zukunftsweisende Ideen für eine Oper der Kulturstadt Frankfurt am Main!“ Kulturdezernentin Ina Hartwig hatte diese Entwürfe im Rahmen einer Online-Veranstaltung aus dem Deutschen Architekturmuseum erstmals als Vision präsentiert. 

„Die Entwürfe lösen große Vorfreunde auf die Zukunft aus, selbst wenn es bis zur Realisierung noch einige Jahre dauern wird. Aber es ist wichtig, die Vision für einen Neubau beider Bühnen immer im Blick zu haben – gerade in finanziell schwierigen Zeiten“, so Renate Wolter-Brandecker, die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. 

Wolter-Brandecker betonte abermals, dass mit der SPD eine komplette Aufgabe und Vermarktung des bisherigen Standortes nicht zu machen sei: „Entweder die Oper oder das Schauspiel müssen am Willy-Brandt-Platz neu errichtet werden. Wir akzeptieren nicht, dass dieser zentrale Ort zum Tummelplatz für Immobilienspekulanten wird, wie es die CDU in Kauf nehmen würde. Vieles spricht dafür, zunächst eine neue Oper am Rande der Wallanlagen zu errichten und dann das Schauspiel am Willy-Brandt-Platz neu zu bauen. So entsteht eine veritable Kulturmeile vom Jüdischen Museum bis zur Alten Oper, zu der auch das English Theatre, die Komödie und die Dependancen des MMK und des Weltkulturenmuseums gehören. Alles ist dann fußläufig über die Wallanlagen verbunden und diese werden erheblich aufgewertet. Gleichzeitig entsteht ein attraktiver Durchgang von der Taunusanlage zur neuen Mainzer Straße, die in diesem Bereich doch eher unwirtlich ist. Das ist eine riesige Chance für mehr Lebensqualität in der Stadt. Wer die ersten Bilder der möglichen Neubauten sieht, wird nicht mehr lange über eine Sanierung der baufälligen Doppelanlage oder gar über eine historisierende Rekonstruktion des alten Schauspiels nachdenken.“ 

Den vom Landesdenkmalamt festgestellten Denkmalwert des Wolkenfoyers sieht die Kulturpolitikerin dabei nicht als Hindernis: „Auch mir ist das Wolkenfoyer ans Herz gewachsen und ich bin sicher, dass die Architekten einen Weg finden werden, um es angemessen in einen zukunftsweisenden Neubau zu integrieren.“ 

Die SPD zeigt sich offen für die nun folgende Diskussion mit den Koalitionspartnern von CDU und Grünen. „Ich hoffe, dass sich die CDU noch bewegt, denn SPD und Grüne stehen zum Bühnenstandort am Willy-Brandt-Platz. In jedem Fall arbeiten wir an der besten Lösung für Frankfurt und wissen, dass wir schnell entscheiden müssen. Jedes Jahr in den alten Gebäuden kostet die Stadt viel Geld und macht die Neubauten teurer. Eine schnelle Grundsatzentscheidung ist daher trotz der Corona-Unsicherheiten nötig, schließlich dauert es dann immer noch ein paar Jahre, bis die Bagger rollen werden.“